Spezialitäten aus Okinawa 2

War mir doch ziemlich schnell klar, dass zur Zubereitung des Sobas ein Stück Speck oder Rippenfleisch des Schweins verwendet wird, so habe ich einige Zeit gerätselt, was die Fleischeinlage der Champuru-Gerichte denn nun wäre. Wurst? Formfleischforderschinken, wie es immer so schön in deutschen Pizzerias heisst? Nein, es ist schlicht und einfach Spam:




Womit wir bei den doch eher absonderlichen Aspekten der Küche Okinawas wären. Da ist zum einen das Umi-Budoh zu nennen:



Das ist eine Art Seegras mit kleinen, na wie soll ich sagen, Trauben? Am ehesten ist die die Konsistenz mit Kaviar zu vergleichen, auch hier scheinen die kleinen Bläschen im Mund zu verplatzen. Köstlich. Da es dieses Umi-Budoh wohl nur hier und auf ein paar umliegenden Inseln gibt und sich der Transport als äusserst schwierig erweist und damit dieses See-Gemüse wohl dem Rest der Menschheit voreinhalten bleibt, war der Besuch eines Umi-Budoh-Restaurants Pflicht. Hier gab es ein Umi-Budoh-Champuru mir See-Igel und Ich-weiss-nicht-was-Topping:



Der absolute Höhepunkt der Geschmackssensationen war das Tofu-Yo. Vergorener, fermentierter Tofu (man könnte auch sagen: leicht schlecht geworden) wird in Awarmori (dazu später mehr) eingelegt. Unglaublich, nahezu unbeschreiblich. Das kleine Ding, Kantenlänge nur etwa 1,5cm, geht im Mund auf wie eine belgische Praline mit hohem Kakao-Anteil (obwohl DER sicherlich gar nicht enthalten ist), alkoholisch, käseartig, intensiv, leicht bitter. Die Zubereitung und das Einlegens sind sehr aufwendig, da muss das Tofu über 4 Tage hinweg mit der Hand gewendet werden, und die Zeit des Einlegens beträgt bis zu 6 Monaten - so ist der hohe Preis von etwa 4 Euro pro Bissen zu erklären, schafft man aber eh nicht mehr......



Das einzige, was mir tatsächlich nicht geschmeckt hat, war diese Seeschnecke, auch ein ziemlich kostbares Essen, aber das war mir zu fest und schmeckte nach Fisch-Leber, die ich gar nicht schätze:



Kommen wir lieber zurück zu angenehmen Gaumenfreuden. Zum Beispiel das sensationell gute Ishigaki-Rind auf Holzkohle:



Oder aber der eben schon erwähnte Awamori. Die Spezialität aus Okinwawa, die auch in unseren Breitengraden zu finden sein sollte. Ein Zuckerrohrschnaps, der in stärkgraden zwischen 25% und 70% überall auf Eis oder mit Wasser angeboten wird. Es ist sozusagen DAS Nationalgetränk. Hier ein Awamori-Geschäft in Nara:



Zum Schluss dieser kulnarischen Reise durch Okinawa fehlt eigentlich nur noch der Taco-Rice. Der Legende nach hat ihn eine mexikanische Familie erfunden, die auf Okinawa lebte und merkte, dass den Bewohnern die Tortillas nicht schmeckten und diese kurzerhand durch Reis ersetzen. Heute ein Gericht, das sich über die ganze Insel verbreitet hat und in jedem Supermarkt als Fertigmischung zu haben ist. Also: Reis, Hackfleisch, Tomaten-Chillisauce, Salat, Käse.


oh,oh ... da öffnen sich neue kulinarische Universen…

Immermannstrasse:http://www.whistleblog.net/2007/03/22/bist-waste-isst/

Topping sieht aus wie Natto mit Uni & Ikura. Mjamm - Okinawa here i come ! (Bald, hoffentlich...)

tja, also Natto war das ganz sicher nicht, aber Uni stimmt. Viele kulinarische Neuigkeiten jedenfalls. Und das Umi-Budoh haben wir versucht zu transportieren, wobei die Verkäuferin nach meinte: “Nicht in den Kühlschrank!”, hat aber tatsächlich nicht funktioniert, kamen total schlapp in Tokio an....

Hi there, everything is going sound here and ofcourse every one is sharing
data, that’s actually good, keep up writing.

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