Spezialitäten aus Okinawa

Gibt man das Wort “Okinawa” in eine deutschsprachige Suchmaschine ein, so wird als einer der ersten Vorschläge die Langlebigkeit und die “Okinawa-Diät” erscheinen. Hier wird dann gespriesen, dass die Einwohner Okinawa die höhste Lebenserwartung der Welt haben, aufgrund der Tatsache, dass sie wenig Fett und Fleisch zu sich nehmen. Ich könnte jetzt ein herzhaftes: “Alles Quatsch” rufen, aber einen wahren Kern hat das Ganze immerhin. Tatsache ist, dass die Küche Okinawas eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Zutaten enthält, Einfüsse aus verschiedenen Kulturen werden hier gerne adaptiert und weiterentwickelt. Was allerdings nicht stimmt, ist dass die Bewohner Okinawas wenig Fleisch essen. Besonders der Anteil an Schweinefleisch ist hier wesentlich höher als in Japan - und nicht selten rühmen sich die besonders alten Menschen, sie hätten dieses Alter nur aufgrund von Schweinefleisch erreicht.
Der klassische Vertreter dieser Gattung ist das Okinawa-Soba, eine Schweinefleischsuppe, die allerdings, auch wenn sie gar nicht so aussieht, gar nicht fett ist:




Die Variationen dieses Saki-Sobas sind vielfältig, hier ein Beispiel für ein Restaurant, welches diese Variation nur 15 mal am Tag anbietet:



Eine weitere Variation ist das Beniimo-Soba, wo das Buchweizenmehl, aus dem der Teig besteht zusätzlich mit Süsskartoffelmehl versetzt wird:



Eine weitere Spezialität der Insel ist das Champuru, was soviel wie Mix bedeutet. Hier werden verschiedene Arten von Gemüse, Schweinfleisch, Tofu usw. zu einem Gericht zusammengewürfelt, die dann in einer Garmethode, dem Wok vergleichbar, schnell gegart werden. Beispiele sind das Tofu-Champuru:



Oder aber auch das Goya-Champuru:



Womit wir beim Thema Goya wären - eine bittere gurkenähnliche Frucht, die in vielen Variationen in der Küche Okinawas immer wieder auftaucht, sei es als eingelegtes Gemüse, Saft, in Cocktails, oder wie hier in einem Salat:

wow, leckerbissen!
du machst einem wirklich grosse lust, mal
wieder eine ferne reise in angriff zu nehmen.

mmmmhhhh
gruss us tsüri
.martin