Poll ist toll 2008 - Repertoirepflege

Mancher bekannte Künstler hat im Jahre 2008 seinem Repertoire ein weiteres Werk hinzugefügt und die besten werden hier von mir gewürdigt:
Elvis Costello - Momofuku. Costello überrascht mich immer wieder aufs Neue. Mal schiebt er eine fast klassische Platte mit grosser Geste wie “North” ein, dann wieder rockt er los wie in den alten Tagen, wie hier auf Momofuku mit den Imposters. Meisterhaft.

Sigur Ros - Med Sud I Eyrum Vid Spilum End. Ich bin weder ein übermässiger Fan von Fabeln wie Herr der Ringe oder Gesang in isländischem Elfisch, deshalb habe ich mich auch immer schön fern von Sigur Ros gehalten. Allein die Tatsache, dass sie in einer Fantasiesprache singen, hat mich von der Annäherung abgehalten. Ein Fehler, wie ich zugeben muss, denn als mir die neue CD empfohlen wurde, habe ich sie mir auch gleich zugelegt. Vielleicht sollte ich dann doch mal in die alten Alben reinhören....

Oasis - Dig Out Your Soul. Auch hier sind meine Vorurteile immer ziemlich gross. Und auch hier werde ich eines besseren belehrt. Man sperre eine gute Live-Band ins Abbey-Road-Studio, massgeschneiderte Songs im Koffer und es entsteht eine grossartige Platte. Und auf wundersame Weise sogar im Independent-Vertrieb Indigo gelandet.

TV On The Radio - Dear Science. Auch für einen Volltreffer gut waren TV On The Radio, deren neue CD nicht nur Kritiker begeistert, sondern sich auch in meinem Player behauptet. Eine Band, die man kaum stilistisch festlegen kann, rockig, verschroben, mit Einflüssen von Rap bis Filmmusik. Toll.

Weitere wirklich hörenswerte CDs gab es ausserdem von:
Nitin Sawhney - London Undersound. Ein Inder in London macht, ohne auf dem Kontinent wirklich wahrgenommen zu werden eine gute CD nach der nächsten. In GB schon lange “Overground” und bei einem Song (nicht der beste) feat. bei, man glaubt es kaum, Paul McCartney.

The Notwist - The Devil, You + Me. Angenehm unaufgeregt. Vielleicht nicht ganz so gross wie Golden Neon, aber eine wirklich schöne Musik haben sie da wieder gezaubert.....

Barbara Morgenstern - BM. Und wenn wir gerade in Deutschland sind. Auch eine Künstlerin die ihrem grossartigen Musikschatz eine weitere Perle hinzugefügt hat. Im letzten Album schien Barbara sich ein bischen zu “verfrickeln” und elektronischer zu werden. Hier findet sie zu alter Stärke zurück: Songs mit Herz und Tiefe. Berührend.

Hauschka - Ferndorf. Und wenn wir gleich hier sind, dann auch gleich in die direkte Nachbarschaft: Mit Hauschka habe ich ja schon ein paar Konzerte bestritten und auch er betritt mit Ferndorf neue Wege. Hier sind es Bläser und Streicher, die um ihn herum meandern. Stilsicher am Kitsch und der Melancholie vorbei bleibt sein präpariertes Klavier nie im Pattern-Modus stehen, sonst scheint gelassen von einer besseren Welt zu erzählen.

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