Poll ist toll 2007 - Teil 1

Auch dieses Jahr gab es wieder so viele CD`s, in die es sich lohnt reinzuhören, dass ich, bevor ich zu den persönliche Top-Hits komme, noch über ein paar weitere Alben sprechen möchte.
Vielleicht hat mich vor 4 Jahren das Album “Down with Wilco” so abgeschreckt, dass ich seither Wilco nicht mehr vorurteilsfrei anhören kann. Man spürt in jedem Song, dass die Band gerne die Beatles wäre und auch diese Einflüsse sind auf dem neuen Album “Sky Blue Sky” von Wilco wieder zu hören. Sicher haben sie den Balast der O’Rourke-schen noisehaften Produktionen abgelegt und schöne Songs geschrieben, aber die CD hat mich enttäuscht. Und beim besten Willen kann ich nicht verstehen, warum das für SPON das Album des Jahres sein soll, rückwärtsgerichtete Innovation auf dem Vormarsch, oder was?




Da machen es die Stars auf ihrem neuen Album “ In Our Bedroom After the War” schon besser. Flockiger Pop, schöne Melodien, auch wenn das Album für mich nicht an den von mir sehr geschätzten Vorgänger “Set Yourself on Fire” nicht herankommt. Irgendwie ein bischen auf Nummer sicher auf den ganz grossen Popmarkt geschielt vielleicht. Trotzdem schön.



Auch das Nachfolgealbum von “Veneer” musste für José González eine echte Hürde sein, aber “In Our Nature” ist richtig gut geworden. Er ist sich und seinen reduzierten Pattern treu geblieben und damit auch ihm seine grosse Fangemeinde. Die Experimente es mal mit einem Remix zu versuchen, hatte er schon auf der “"Australian Tour EP” abgehandelt und so bleibt es hier bei einem Mann und seiner Gitarre und seinen melancholischen Liedern.



Und wo wir gerade bei Melancholie sind: Ein grossartiges Album haben Naked Lunch mit “This Atom Heart of Ours” in diesem Jahr gemacht. Das Cover ist gut gewählt, hohe leere grüne Berge - und so klingt es denn auch. Aber so einsam wie bei Gonzáles ist das nicht, teils mehrstimmiger Gesang, ab und zu gehen die Arrangements richtig auf.



Auch alles richtig gemacht hat Robert Gomez mit seinem zweiten Album “Brand New Town”. Alles was Wilco für mich vermissen liess, hier ist es wiederzufinden: Eine souveräne klasse Band, wie selbstverständlich eingestreute Dubs und Effekte, die nie gewollt klingen, richtig gute Songs und eine schmeichelnde Stimme, die zugleich traurig, wie hoffnungspendend daherzukommen scheint. Schönes Album.


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Genug der Melancholie, morgen wird es flotter, versprochen.

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