Poll ist toll 2006 - Teil 3

Elektronik ist zurück.
Die grossen und kleinen Überraschungen in diesem Jahr kommen überraschenderweise aus der im weitesten Sinne elektronischen Musik. Ich will Euch auch gar nicht lange auf die Folter spannen, hier ist er, mein Favorit im Jahre 2006:
The World Is Gone von Various. Hype hin oder her, das ist einfach neuartig und gut. Dubstep war das neue Ding in London und Various gehen ein ganzen Schritt weiter, sie machen das Unmögliche möglich und verknüpfen Folk mit Dubstep und das gelingt mit den Stücken “Lost” und “Sir” ziemlich genial. Ich glaube mit Various steht uns eine Wiedergeburt des Trip-Hop ins Haus, dopige Beats, Echofeedbacks und schöner Gesang inklusive. Auf den Punkt den Zeitgeist (Neo-Folk, Dubstep) getroffen und auch noch beides in eine Musik verschmolzen, Respekt !

The Last Resort von Trentemøller. Auf Platz 2 landet für mich in diesem Jahr Trentemøller. Ich bin froh die Doppel-CD gekauft zu haben, denn da sind noch alle Maxis der letzten Zeit mit drauf und die erzielten ja bekanntlich Verkaufszahlen, die für 12” Vinyl schon vergessen zu sein schienen. Trentemøller sorgt für eine Wiederbelebung des Techno, weil er es einerseits schafft Geschichten zu erzählen, anstatt einfach nur Pattern aneinanderzureihen, und andererseits, weil er mit der ersten CD die Elektronik wieder ins Wohnzimmer holt, ohne gleich seichte “coffee-table"-Musik zu machen.

Burial von Burial. Als ich die CD kaufte und in den Player im Auto legte war ich baff vom Sound, der mir entgegenschlug. Deep und direkt, hart und dubbig, futuristisch und dunkel. Nicht alle Titel kommen an das Meisterwerk “Distant Lights” heran, aber das allein lohnte schon den Kauf der CD. Burial katapultieren sich damit auf den Thron des Dubstep und gute Bass-Lautsprecher seien auf jeden Fall empfohlen.
In der nächsten Folge wird es dann um die Auslese der deutschen Alben gehen.

betr. The world is gone

Hmm. Neo-Folk ? Das ist für mich die Musik von TUNGG (UK) oder IRON & WINE (US) . Beim Reinhören (in die Compilation) kamen mir eher Grufti-Elektronik, Industrial und New Wave als Referenzen in den Sinn. Und Dubstep ist doch eher ein Amalgam aus 2Step und Dub, oder ? hmmm

Ich vergaß: Schublade zu.

Lieber Marc,
“Various” ist keine Compilation, sondern der Name der Gruppe (*besserwissermodus aus*) - ziemlich clever, das.
Klar, Neo-Folk ist nicht ganz der zentrale Fokus, aber franst an den Enden genauso aus, wie Dubstep, und das ist in diesem Falle eben gut so !
Aber “Grufti-Elektronik”? - was ist denn dann Portishead? Industrial?

>>>Aber “Grufti-Elektronik”? - was ist denn dann Portishead? Industrial?<<<

So typisch aus den 90ern: http://www.wolfsheim.de

Wer`s braucht ...

Portishead: deutlich tonaler Acid-Trip-Hop-Blues.
Da bis auf die Stimme eigentlich alles Samples sind
(aus der Plattensammlung: Black American Songbook) entdecke ich wenige Gemeinsamkeiten mit den doch sehr weißbrotmäßigen Sounds von “various”....

Und “Wolfsheim” finde ich nun wirklich gruselig ...

ach so, ich hatte bei Portishead jetzt eher “Roseland NYC” im Ohr, da ist nix mit Samplen, aber “weißbrotmäßig”? mmmmmh, *kopfkratz*, war auch nicht als Vergleich gemeint, egal. Ich denke nur gerade daran, dass ich es immer noch nicht geschafft habe bei Dir vorbeizukommen, schande.

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