Das Jahr geht langsam zu Ende und ich wage mich an einen musikalischen Jahresrückblick. Bevor in Musikmagazinen mit Listen anderer Hörer mein Eindruck verschwimmt, mache ich mir eigene Gedanken:
1. Die Platte des Jahres: ”Heart Like A River“ von Ida.
Nach zehn Jahren und sechs Alben sind Ida zum Quartett geworden und zelebrieren auf diesem Album die ruhigste und schönste Musik, die man sich am Feierabend wünschen kann. Klavier, Gitarre und schöne Stimmen, mehr braucht es nicht. Es geht um Melancholie, mit jemandem alt zu werden, oder andere alttägliche Gefühle. Schönheit in Zeitlupe.
Das Label Tiger Style, welches auch so großartige Gruppen die “The Album Leaf” oder “Americal Analog Set” betreut, weiss hoffentlich, welchen Schatz sie da auf dem Label haben. Unbedingt empfehlenswert.
2. Gerne gehörte Alben:
”Silent Alarm“ von Bloc Party. Das erwarte ich von junger Musik. Unbändig, gerne schnell, einfach frisch. Newcomer des Jahres.
”Set Yourself On Fire“ von Stars. Durchgängig gut, kein Lückenbüßer oder Ausfall.
”Plans“ von Death Cap For Cutie. Auch hier durchgängig gelungen.
”Leaders Of The Free World“ von Elbow. Konnten sich nach der großen “Alseep In The Back” sogar noch steigern.
”The Great Destroyer“ von Low. Auch hier durchgängige Qualität. Ich mag halt Alben, die in sich funktionieren....
3. Gerne gehörte Songs:
”Pull Up The People“ von Mia (nicht die aus Berlin). Gute Laune, zwar ganz schön overhyped, aber trotzdem gut.
”Please Wake Me For Meals“ von Barbara Morgenstern und Robert Lippok. Irgentwas ist an diesem Song, dass ich mir das Album kaufen musste. Musste es immer wieder hören.
”Krafty“ von New Order. Das Album ist vielleicht etwas überproduziert, aber die Songs sind einfach klasse.
”El Ufo Kay�“ von Ry Cooder. Relaxte Tropen. Ich will Sonne !
“Minimal Fox” von Trentemoller. Die elektronische Neuentdeckung. Techno im Jahre 2005 mit einer eindrucksvollen Maxi-Serie.
4. Enttäuschend:
“Human After All” von Daft Punk. Lustlos und repitativ, nicht wirklich weitergedacht.
“Noah`s Ark” von CocoRosie. Überbewertet und nicht mein Geschmack, muss ich nach spätestens zwei Stücken abschalten.
“X & Y” von Coldplay. Zuviel Hall und kommt nicht an den Vorgänger ran.
5. Sonst noch erwähnen- und empfehlenswert:
“13 & God” - zuwenig gehört, gerade erst angefangen, lässt sich aber gut an.
“Bam Bam Bam” von Fink. Finde ich nicht ganz so gut wie die letzte, aber immer gerne....
“Burn The Maps” von The Frames.
“Come On Feel The Illinoise” von Sufjan Stevens.
“Loveheart” von Merz. Sehr schön.
“Oceans Apart” von den Go-Betweens.
“Ruby Blue” von Roisin Murphy. Hab ich mir etwas überhört, trotzdem gut.
“Set Free” von American Analog Set.
“Take Fountain” von The Wedding Present.
“The Magic Numbers”.
Fällt mir zwar noch mehr ein, aber jetzt ist gut - ein gutes musikalisches Jahr, wie ich finde.
Ausser Konkurrenz: ”Strobl“ von Bombay 1, die leider kaum Beachtung in der Presse fand. Schade, hat zwar viel Spass gemacht, aber auch ganz schön Arbeit. Ich hoffe, sie hat ein paar Liebhaber gefunden.....
Posted by pyrolator at 03:51 PM. Filed under: It`s music •