Poll ist toll 2010

Auch wenn mein blog in diesem Jahr nicht besonders belebt war, die Rubrik “Poll ist toll” darf aber auch dieses Mal nicht fehlen.
Diesmal als eine Art Generalabrechnung, denn mein Geschmack war doch recht schwankend und es fällt mir schwer ein einzelnes Album zum persönlichen Sieger des Jahres zu küren. Dann lieber nach Rubriken:

file under “bedroom production”



Caribou - swim. Dan Snaiths Musik klingt so, als wäre alles mit viel Liebe und genügend Zeit zu Hause aufgenommen, tatsächlich hat er sich für dieses Album 3 Jahre Zeit genommen. Gerne gehört habe ich den ersten Track Odessa mit seinem supercatchy hook.

file under “neo classic”

Hauschka - Foreign Landscapes. Volker Bertelmann alias Hauschka verlässt auf seinem neuen Album das präparierte Klavier, zumindest zum grössten Teil und begibt sich in die Welt der Streicher und Holz- & Blechbläser. Kleine grossartige orchestrale filmische Werke ohne Pomp und Pathos. Zurecht hochgelobt und gefeiert - ich habe ihn im Posion Rouge in NY live gesehen und es war nicht nur brechend voll, sondern er wurde auch gefeiert, als hätte eine laute Rockband auf der Bühne gestanden.

file under “psychelic”


tame impala - innerspeaker. Hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass diese Rubrik noch einmal auftaucht. Die australische Indie-Band verwebt hier geschickt 60th-Psychelica mit aktuellem Indie-Sound. Viel Phase, Echo und mehrstimmiger Gesang. Nur Gitarrensolos gehen mir auch 2010 noch auf die Nerven.

file under “neo kraut” & “Folk”



Junip - Fields. Dass José González einer meiner Lieblingssänger ist, ist vielleicht schon in den letzten Poll-Listen von mir klar geworden. Auch diesmal hat es kaum ein Album gegeben, dass ich so oft gehört habe, wie “fields”. Hier spielen 3 Musiker zusammen, die so selbstverständlich grooven, also hätten sie die letzten 10 Jahre nichts anderes getan, da musste für mich schlussendlich noch die 3 CD´s umfassende Fields (Ltd.Deluxe Edt.) her - konnte nicht genug kriegen.....

file under “Indie”



Album Leaf - A Chorus Of Storyteller. Auch dieses Album hat bei mir immer wieder den Weg in den Player gefunden und damit The National - High Violet knapp geschlagen. Hier ist nach dem letzten Album “Into The Blue Again” eine dicke Schippe Pop mit darufgekommen und das tut dem eher introvertierten und melecholischen Sound der Gruppe sehr gut.

file under “World”



Konono No1 - Assume Crash Position. Finde ich sogar noch besser als ihr hochgelobtes ersten Album. Mit dem Stück “mama no bana” haben sie für mich den Vogel abgeschossen, wie kann man nur soooo grooven, unglaublich - manchmal nur auf einem Ton rumreiten, sich förmlich überschlagen, diese gezerrten Likembes, hier stimmt für mich alles, grossartige Gute-Laune-Musik.

file under “Pop”


Ellie Golding - Lights. Eigentlich trat die 23-jährige ein Jahr lang nur mit Akkustik-Gitarre auf und ihre Stimme fiel nicht nur den Kritiker auf, die ihr den “Brits Critics’ Choice Award” verpassten, sondern auch den Plattenfirmen. Aber Pop geht eben so, man nehme so eine fast unschuldig klingende Stimme, gute Songs, zaubert mit modernster Studiotechnik Sounds drumherum die niemand wehtun und fertig war ein Album, dass direkt auf Platz 1 der englischen Charts schoss. Warum ich das trotzdem gut finde? Weil ihre Songs, die Texte und ihre Stimme dadurch nicht gelitten haben. Trotzdem habe ich den trancigen Remix von AN21 und Max Vangeli von “Starry Eyes” noch lieber als die Version auf dem Album gemocht. Wenn sie so weitermacht, und nicht auf ihren Erfolg abhebt, wird man noch viel von ihr hören.



file under “Zwischen den Stühlen”


Kele - The Boxer. Kele Okereke, der Sänger von Bloc Party, hat mit diesem Album eine Problem: Er legt sich nicht fest. Es setzt sich zwischen die Stühle zwischen Pop, Indie, Underground Electronic und Dub-Step und das führt dann letztlich dazu, dass sein Album schon jetzt, 6 Monate nach Erscheinen, verramscht wird. Schade, denn mit hat es schon beim ersten Hören ganz schön mitgerissen, alleine der Opener “Walk Tall”: Es beginnt mit einer Art call-and-respone und spätestens wenn der Bass einsetzt ist Adrenalin garantiert. Möchte ich immer laut hören....

file under “electronic”


bt - These Hopeful Machines. Sorry, diesmal hat es Trentemøller mit seinem Album Into the Great Wide Yonder nicht geschafft, das war mir doch ein wenig zu dunkel - da kommt Brian Transeau mit seinem neuen Album positiver daher. Leute, es ist mir egal was ihr denkt, aber Trance in dieser fast zuckersüssen Form finde ich einfach nur “uplifting” gut. Alleine das epische fast 11-minütige “The Emergency” (schreckliches Video übrigens) lässt mich denken, ich wäre ein hoffnungsloser Fall von Romantiker, vielleicht bin ich es ja.

file under “Alternative”


Vampire Weekend - Contra. Schon ziemlich lange her: Anfangs des Jahres erschien mit “Contra” das zweite Album von Vampire Weekend und hat sich seit dem bei mir gehalten. Vielleicht liegt es daran, dass ich in den letzten 2 Jahren so oft in NY war, aber hier stimmt für mich die Mischung. Sie bedienen sich einfach an allem, afrikanischen Gitarren, Indie, Rock und Experimentellem und schaffen dabei etwas ganz Eigenes. Die Single Cousins war für mich eines der schönsten Stücke des Jahres:



file under “in eigener Sache”


burkina electric - Paspanga. Auch in diesem Jahr erschienen und ab 2011 auch endlich einen Europa-Vertrieb der unser Album für einen unschlagbar guten Preis anbieten kann. Die New York Times schrieb:  “an irresistible brew of West African music and electronica.” und der Komponist Steve Reich sagt über uns “Hot, intelligent and musical.” 2011 geht es weiter !

file under “in eigener Sache 2”



Fehlfarben - Glücksmaschinen. Das Album für das wir nach Monarchie und Alltag das meiste Kritikerlob einsammelten und auch eine erfolgreiche Tour in diesem Jahr hinter uns brachten. Aber auch an dieser Stelle geht es 2011 weiter, keine Atempause, versprochen, guten Rutsch.

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