London 3

Es klopft gegen Mittag an die Studiotür und es tritt F., der Sänger von T., mit einem unausgeschlafenen Blick und einem 5-Tagebart ein. Er hat den Charme des Zeitungsjungen von der Ecke und ein ebenso breites Lächeln, wie einen breiten schottischen Akzent. “Entschuldigt, dass ich so unausgeschlafen aussehe, aber ich komme gerade aus New York”. “Super, was gab es denn da, Arbeit?.” “Nein, nein, ich habe mir da ein Appartment gekauft, Mann war das ein Stress, jetzt hab ich ein Appartment, aber es steht noch völlig leer da....”. Wir stöhnen auf: “Oh Mann, immer diese reichen Popstars und ihre Sorgen.”. Er lächelt das sympatische Lächeln des Zeitungsjungen, der gerade beim Austragen einen Playboy hat mitgehen lassen.
Überhaupt ist die Atmosphäre hier nicht wie in solchen Mietstudios, die geleckt aussehen und in denen Menschen rumlaufen, die glauben sie seien gottähnlich, nur weil sie mal in irgenteinem Privatkanal aufgetreten sind. Hier ist es eher familär und locker, nur dass auf den Wänden in den Fluren keine Bilder hängen, sondern nur goldene CD`s`und Schallplatten erinnert daran, wo man sich befindet.

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