Kyoto für Anfänger

Kyoto, als kultureller Mittelpunkt Japans, ist berühmt für seine zahlreichen und verschiedenartigen Tempel-Anlagen. Ich möchte mich hier zu der These hinreißen lassen, dass mir Kyoto auf gewisse Weise wie das “Jerusalem Japans” vorkommt, hier sind von Shintoismus, den verschiedensten Buddhismus-Formen bis hin zu einem Franziskanerkloster fast alle Weltreligionen nebeneinander vertreten. Nur mit dem Unterschied, dass hier keine offenen Machtkämpfe stattfinden, wie jahrhundertelang um die Grabeskirche. Hier funktioniert scheinbar alles zusammen, teilweise sogar in direkter “Symbiose”, wie im Kiyomizu-Dera-Tempel, wo der Kern buddhistisch ist, an den Seiten sich aber shintoistische Tempel angliedern, die Talismänner für ungefähr jedes Leiden und Bedürfnis anbieten.




Diese Anlage, deren Anfänge schon aus dem 8.Jahrhundert stammen, ist wohl die bekannteste Tempelanlage in Kyoto, absolutes Anfängerpflichtprogramm, auch wenn aufgrund des immensen Touristenstroms die Anreise dorthin nicht ganz unbeschwert ist.



In Japan gibt es das Sprichwort “von der Bühne des Kyomizu springen”, was soviel bedeutet, wie seinen Mut zu beweisen. Die Geschichte geht auf einen jungen Mann zurück, der von der Terrasse des Tempels herunter Selbstmord begehen wollte, aber überlebte, weil er von den dichten Kirschbäumen am Fuss des Tempels abgefangen wurde. Trotz des Andrangs wird man mit einer grossartigen Aussicht belohnt.




Ein weiterer Touristenmagnet ist der Jishō-ji-Tempel aus dem 15.Jahrhundert. 




Bemerkenswert ist hier der ungewöhnliche Steingarten ("See des Silbersandes"), dessen Mittelpunkt ein Steinberg bildet, der aussieht wie ein umgestülpter Pudding.




Auch hier ist die Aussicht auf die Stadt sensationell.


Name:

Email:

Location:

URL:

Smileys

Remember my personal information

Notify me of follow-up comments?

Bitte die folgende Frage beantworten, um den Kommentar zu posten:

Welche Summe ergibt 3+3 ? 1 Zeichen nötig