Freitag, Dezember 31, 2004

Happy New Year

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr 2005 !
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Sonntag, Dezember 19, 2004

Weihnachten in Berlin

Wer am 24.12.2004 am späteren Abend noch nichts vor hat, sei hiermit herzlich eingeladen in die Volksbühne/Berlin zu kommen - da spielen wir mit den Fehlfarben. Später feiern wir dann noch sicher im Roten Salon oder im Enzian bei Heino.

Sonntag, Dezember 12, 2004

erst eins dann zwei dann drei dann vier

Glühwein mit Schuss. Die unvermeidlichen Peruaner auf der Panflöte. Gebrannte Mandeln.

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Würstchen mit Senf. Glühwein ohne Schuss. Kinder spielen Weihnachtslieder auf der Trompete. Nochmehr Peruaner.

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An der Kirchen-Lotterie teilgenommen, ohne Gewinn. Und die dritte als Indianer verkleidete peruanische Panflötengruppe (aaaaaaaa!) Dann lieber noch einen Winzer-Glühwein - besser aber auch teurer. Und über allem die Beleuchtung (Lichterwochen heisst es offiziell), diesjähriges Thema: Polen. Weihnachtsmarkt Essen.
Immer noch ungeschlagen, der Weihnachtsmarkt in Monschau (Senf!), gefolgt vom Weihnachtsmarkt in Aachen (Lebkuchen!).

Mittwoch, Dezember 08, 2004

Bombe eingeschlagen

Im Laufe des Nachmittags ist in mein Blog eine Spam-Bombe eingeschlagen. Zwischen 14:30 und 17:30 hat irgend so ein durchgeknallter Spam-Bot solange Kommentare in das Blog gepostet, bis der Speicherplatz voll war - und das will schon etwas heissen.
Ich habe jetzt über eine Stunde gebraucht, um wieder aufzuräumen - ich hoffe der Mist ist jetzt weg.
Ich habe zwar die entsprechenden IP`s gesperrt, muss aber leider ab heute den Zugang zum Kommentieren beschränken - sorry für alle die posten wollen, aber das geht nur noch mit Anmeldung. Sollte das nicht helfen, wer weiss was es noch für Bot`s gibt, dann muss ich auch die Registrierung so beschränken, dass ich die jeweiligen Accounts erst freischalten muss.
Tut mir leid für die Unanehmlichkeiten, aber kein Platz für aggressive Spammer !

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Sonntag, Dezember 05, 2004

Ausflug

Ein Ausflugstipp für Weihnachtseinkaufsflüchtlinge ist das Gut Heimendahl in der Nähe von Kempen bei Krefeld.

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Eingetaucht in schönsten Niederrhein-Nebel gibt es neben dem Haupthaus auch mehrere Ställe, die für den Verkauf ausgebaut wurden. Hier kann man Möbel, Geschenke und Lebensmittel vom Land erwerben, sogar eine kleine Goldschmiedewerkstatt gibt es.

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Die Hauptattraktion ist allerdings der Suppenausschank am Wochenende. Eine ganze Scheune voll mit Tischen und Bänken und diese wiederum gefüllt mit einem bunten Gemisch aus Land- und Stadtbevölkerung. Die Samstägliche Suppenküche hat sich mittlerweile herumgesprochen, sodass das Gut mittlerweile etwa 30.000 Suppen pro Jahr ausschenkt. Es gab diesmal Erbsensuppe.

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Als wir das erste Mal dort waren, haben wir auch Wein zum Essen bestellt. Er sollte 3.50 € kosten, was ich mit den Preisen der Suppe verglichen, doch ziemlich heftig fand. Aber wir wunderten uns doch sehr, als dann für diesen Preis eine ganze Flasche französischer Landwein vor uns stand - Getränke werden bis auf das Bier nur flaschenweise angeboten - mit dem Satz “sie können den Rest ja mitnehmen”. Überhaupt sind die Portionen mehr als genug und es schmeckt wie ein ländlicher Suppeneintopf sein muss.

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Nach dem Essen: Einkaufen in der darunterliegenden Scheune. Es gibt frisches Wild, Fasane, Enten und andere Fleischwaren. Gemüse, Eier, Körner, Obstessig, und viele eingemachte Spezialitäten, wie Apfelkuchen im Glas, Wurst, Gewürzgurken, Marmeladen und vieles mehr. Wir entschieden uns für Landbrot, etwas Gemüse und Entenpastete und fuhren pappsatt und gut gelaunt in die Stadt zurück.

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Freitag, November 26, 2004

Hochkulturelle Spiele

Gestern abend war ich in Arnhem eingeladen an der Liveübertragung der Veranstaltung Rheinwärts:Spiele teilzunehmen. Eine Übertragung im Bayrischen Rundfunk erfolgt live.
Es gab eine Podiumsdiskussion, die einen etwas zu weiten Bogen von der Ermordung van Goghs über Fussball bis hin zu virtuellen Gefühlssimulationen im Internet zu schlagen versuchte und in etwas einer typischen Radio/Fernsehdiskussion entsprach: Nicht richtig vertiefen, aber jedes Thema zum selberdenken anreissen - und das zweisprachig gemischt. Hochkulturell !

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Dazwischen spielte die angenehm anaristische “Bik Band Braam”, die traditionelle Elemente immer wieder mit kleinen völlig freien Elementen mischte.

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Im Nachhinein stellte ich mir die Frage, ob solche Radiosendungen oder Übertragungen nicht komplette Verschwendung von Steuergeldern sind. Aber schon sofort kam mir der Gedanke, dass es doch gut so ist, die Gelder würden womöglich in viel schlimmere Radio- oder TV-Formate wandern und da ist mir “Hochkultur” immer noch lieber.

Samstag, November 20, 2004

Die schönen Dinge im Leben

Nicht alles ist schlimm, ich muss mich einfach erinnern, was mir gefällt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und nicht hierarchisch.

- Immer wieder verliebt zu sein und das in diesselbe Frau
- Morgens in Ruhe Frühstücken und Zeitung lesen
- Mit dem Auto durch endlos scheinende schöne Landschaften zu fahren
- Das Lieblingsmusikstück hören
- Sonntags lange schlafen
- Ein frisch gezapftes tschechisches Bier
- Im Flugzeug auf die erste Klasse umgebucht zu werden und dann Champagner trinken
- und wo bleibt der Sex in dieser Liste?
- Ein Bild von Vermeer live zu sehen
- Keine Schlangen im Supermarkt
- Eine Sache, die man immer schon haben wollte gibts plötzlich zum halben Preis
- Ein gutes Gespräch
- Geld in der Kleidung vom Vorjahr zu finden
- Kochen und es gelingt und schmeckt gut
- Freunde
- Ein guten Gedanken in jemandes blog lesen
- Nach einem gelungen Konzert backstage rumhängen und entspannen
- Thermalbad
- Ein gutes Buch
- Die Katzen kommen freiwillig und lassen sich kraulen
- Sofort einen Parkplatz finden

bestimmt noch viel vergessen, aber jetzt gehts mir schon besser.

Donnerstag, November 18, 2004

Hilfe bei Telefonterror

Ständig rufen in meiner Firma Leute an, die irgentetwas verkaufen wollen. Einerseits liegt es sicher an meiner blöden Aktion meine Telefonnummer weitergegeben zu haben, anderseits an der systematischen Durchforstung der IHK-Einträge oder der gelben Seiten, wie Telefonverkäufer an unsere Nummer kommen. Die Bandbreite reicht von “Finanzspezialisten” über Gewinnspiele bis hin zu Büroartikeln.
Diese Herrschaften arbeiten mit sogenannten “Telemarketing-Skripten”, die einfach abgearbeitet werden. Damit ist jetzt Schluss. Dank des Fundes des geschätzten M.Sixtus verfüge ich nun über ein Gegenwehrskript. Das stellt sich in der Praxis als hilfreicher heraus als es aussieht.
Anruf:
“Ja hallo, hier ist XYZ von der ABC-Agentur. Möchten Sie gerne mit der Klassenlotterie reich werden?”.
“Mit wem spreche ich bitte?”
“Frau XYZ”
“Können Sie Ihren Namen für mich bustabieren?”
“Warum soll ich meinen Namen bustabieren?” (Jetzt Sprung zur Zeile: Der Telefonwerber verweigert die Auskunft)
“Warum wollen Sie meine Frage nicht beantworten?”
Gegenseite legt auf.

Wunderbar, klappt hervorragend. 

Montag, November 15, 2004

Apfel, Apfel, Birne, Nuss

Als ich noch ein Junge war,
an Schlimmes nie gedacht,
fragte ich bei Vati an:
“Wie wird die Liebe wohl gemacht?”.

“Bienchen, Blümchen und Getier,
tja mein Sohn, wie sag ichs Dir.”
Stotterte da Vati rum,
und ich blieb trotzdem weiter dumm.

Doch da kam endlich Mutti rein,
sie war sofort ganz Ohr,
und mischte sich auch gleich mit ein,
und sprach uns beiden vor:

“Mein Junge, das ist doch gar nicht so schwer,
denk an einen Tanz.
Den man mit Früchten tanzt.”
Sie legte auch gleich los, es geht:

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist schön.

  Kirsche, Kirsche, Birne, Nuss,
  und dann ein spitzer Schrei.
  Liebe machen ist nicht schwer,
  danach fühlt man sich frei,

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist so schön.

  Kirsche, Kirsche, Traube, Nuss,
  Banane hin und her.
  Liebe machen ist verrückt,
  und auch gar nicht so schwer.

Diesen Tanz begriff ich schnell,
und wollte auch gleich los.
Eine Freundin musste her,
denn Liebe schien famos.

In Träumen malte ich mir aus,
wie das dann alles wär,
wenn ich einmal Tanzen geh,
es schien gar nicht so schwer.

Doch es war gar nicht so einfach…
Wie ging es gleich noch?
Äh, es ging:

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist schön.

  Kirsche, Kirsche, Birne, Nuss,
  und dann ein spitzer Schrei.
  Liebe machen ist nicht schwer,
  danach fühlt man sich frei.

Die Jahr gingen nun ins Land,
so klein war ich nicht mehr,
hat ein Mädchen an der Hand,
und wollt von ihr bald mehr.

Zuerst war sie recht schüchtern nur,
und liess mich gar nicht ran,
da hab ich ihr den Tanz gezeigt,
und sie biss gleich drauf an.

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist schön.

  Kirsche, Kirsche, Traube, Nuss,
  Banane hin und her.
  Liebe machen ist verrückt,
  und auch gar nicht so schwer.

Diesen Tanz begriff auch sie,
denn er ist nicht schwer,
wir tanzten dann die ganze Nacht,
wir tanzten hin und her.

In Träumen malten wir uns aus,
wie das wohl einmal wär,
wenn uns unser Früchtchen fragt:
“Ist Liebe machen schwer?”

Nein, das ist doch ganz einfach,
wie geht es denn noch gleich?
Es geht:

Apfel, Apfel, hin und her, nein,
Birne, Birne, Nuss?
Meine Banane sitzt jetzt quer,
nein, so kann das doch nicht gehen.

Nein, nein, es geht:

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist schön.

  Kirsche, Kirsche, Birne, Nuss,
  und dann ein spitzer Schrei.
  Liebe machen ist nicht schwer,
  danach fühlt man sich frei.

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist so schön.

  Kirsche, Kirsche, Traube, Nuss,
  Banane hin und her.
  Liebe machen ist verrückt,
  und auch gar nicht so schwer.

  Apfel, Apfel, Birne, Nuss,
  eine Acht ich malen muss.
  Vor zurück und dann ein Kuss,
  die Liebe, die ist so schön.

  Kirsche, Kirsche, Birne, Nuss,
  und dann ein spitzer Schrei.
  Liebe machen ist nicht schwer,
  danach fühlt man sich frei.

(pyrolator 1990, veröffentlicht auf der schon lange vergriffenen:
“Cabaret Obscur - Erheiterndes und Gescheitertes aus dem Ata Tak - Archiv")

habe ich eben wiedergefunden.......

Montag, November 01, 2004

Chrislo Haas

In der Nacht zum Freitag ist in Berlin einer der wohl grössten Synthesizer-Musiker gestorben: Chrislo Haas. Er war einer der wirklichen Vorreiter sequenzieller Musik, ob nun Techno, Minimal oder Elektro - er hat diese Musik massgeblich beeinflusst.
Ich habe Chrislo als einen Menschen kennengelernt, der “hart aber herzlich” oft wie manisch nächtelang in unserem Studio stand und Sequenzen baute, die noch nie ein Mensch zuvor gehört hat. Mit seiner körperbetonten Arbeitsweise ("musst du Bodymässig abchecken") jagte er Synthesizer über Verstärker und inspirierte nicht nur mich mit seiner Vorliebe für rein analoge Sounds. Er verabscheute digitale Synthesizer - “da wird man ja zum Beamten, pah Soundverwaltung, wenn ich das schon höre!” - und war in der Lage alle erdenklichen Sounds mit eher minimalem Equipment zu erzeugen.
Mit ihm geht ein Freund und ein grossartiger Musiker. 

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