Samstag, Januar 06, 2018

Poll ist toll 2017

Nachdem ich ein paar Jahre Pause gemacht habe, möchte ich dieses Jahr wieder einmal über meine musikalischen Favoriten des Jahres schreiben - zu viele gute Alben der letzten Jahre blieben ungenannt, aber jetzt muss es einfach wieder mal sein:

Wohl gab es in 2017 nicht das eine überragende Album, wie mit „To Pimp A Butterfly“ von Kendrick Lamar in 2015, aber interessant war es in jedem Fall.

Es scheint, als seien diesmal die experimentellsten Alben nicht ,wie so viele Jahre zuvor, im HipHop gemacht worden, sondern wieder in anderen Formen elektronischer Musik.

Ganz vorne dabei ist sicherlich Jlin mit „Black Origami

Und auch Baths hat mit „Romaplasm“ wieder ein solides Werk auf den Weg gebracht.

Mehr Tanzbar wird es dann bei Actress und dem Album „Azd“ , was auch zeigt, das Ninja Tune immer noch ganz vorne dabei ist, wenn es um Neuentdeckungen geht.
Und wo wir gerade beim Tanzen sind, eine Nummer sicher auf dem Dancefloor war auch Face To Face von Daphni.

An einzelnen Stücken gefielen auch das gleichnamige Titelstück Superlative Fatigue von Errorsmith. Oder Our Love von Mr.Mitch. Noch experimenteller wird es mit Underground von Nidia Minaj. Gerne gehört auch Kora Sings von Sampha.

Im Sektor Metal geht kaum mehr als bei Under Duress von Converge - atemberaubend!

Schöne Alben haben auch Thundercat mit „Drunk“ gemacht, aber auch The War On Druge mit „A Deeper Understanding“. Auch auf dem neuen (Diesmal Solo-)Album der Dirty Projectors waren überraschende und tolle Titel zu finden.

Im Bereich World-Musik war wohl nicht nur das Berliner Konzert von Jasmine Hamdan ein grosses Ereignis, auch ihr Album „Al Jamilat“ weiss zu überzeugen.
In der Sparte HipHop kommt man auch in diesem Jahr nicht an Kendrick Lamar und seinem Album „Damn“ vorbei.

An deutschen Produktionen ist das wunderbar krautige Album „Im Klanggarten“ von Fred&Luna ein „Grower“, ich möchte aber nicht versäumen zu sagen, dass wir mit Der Plan mit „Unkapitulierbar“ in 2017 wieder einmal eine Platte gemacht haben.

Aber was bleibt denn da noch für das Album des Jahres?

Es ist die 10“inch „Bird Brains“ von Holy Fuck.

Das ist gleichermassen so auf die Zwölf, dass mir beim ersten lauten Zuhören der Mund offen stand, aber trotz all des Verzerrten ein echter Gute-Laune-Stampfer. Mischt eine Party richtig auf. Bizarr, immer am Rande des Abgrunds und auf brutale Weise unterhaltsam.

Laut hören:

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