Jetzt haben wir die Workshops und Schulkonzerte sowohl in Philadephia, als auch in Erie hinter uns gebracht. Es waren interessante Erfahrungen. Jede Klasse ist total anders. Da gibt es brave katholische Schulen und wilde Mittelschulen, die am Schluss dann aber ähnlich offen reagierten.
Da gibt es Spezialklassen mit Fällen von Mehrfachmissbrauch in der Familie, die mit einem ganzen Betreuerstab anrückten, überhaupt nicht verstört, sondern total neugierig auf alles reagierten, was wir vorschlugen. Und es gab Klassen, die einfach nur möglichst schnell selber trommeln und spielen wollten und unsere Instrumente in Beschlag nahmen.
Wir haben von allen Seiten grossartige Unterstützung erhalten und viele waren so begeistert, dass sie uns wieder einladen wollen. Die Arbeit mit Kindern hat auch grossen Spass gemacht und ich würde mir ähnliche Projekte auch in Deutschland wünschen (wenn es sie nicht schon gibt....)
Nicht nur Erfahrungen haben wir gewonnen, auch viele Grüsse, kleine Geschenke, wie Valentines-Karten und kleine gemalte Impressionen.
Es ist nicht einfach eine US-Tour für eine so unbekannte Gruppe wie ”Burkina Electric” zusammenzubekommen. Manche Veranstalter lassen sich nur auf “Spielen-gegen-Eintritt” ein, manche nicht einmal auf das, sondern geben nur Eintrittskarten aus, die man dann selber verkaufen soll/darf. Damit lassen sich Flugkosten und Unterbringung natürlich nicht finanzieren. Hilfreich sind da öffentliche Förderungen. Beim ersten Teil unserer Tour haben wir Workshops in Schulen gemacht, dieses Mal sind es Konzerte in Schulen rund um Philadephia.
Bei ersten Konzert in einer Elementary School waren wir schon sehr über den Zuspruch angetan. 530 kleinere Kinder versammelten sich in einer Turnhalle und haben nicht nur gelauscht, sondern mitgesungen und getanzt.
Was allerdings beim zweiten Konzert in einer Middle-School passierte, war schon sehr ungewöhnlich. Nicht nur, dass uns die ungefähr 750 anwesenden Kinder nach jedem Song so schrien, als wären wir die hippste Popgruppe - sie waren auch sonst kaum zu bremsen. Als unsere Sängerin Mai Lingani ein paar Kinder auf die Bühne holte, um mit ihnen zu tanzen, war kein Halten mehr. Wir hatten kaum mehr selber Raum zu spielen. Macht Euch einen Eindruck von den Ereignissen.....
Gestern war nun unser Konzert im Whitney und es ist alles sehr gut gelaufen. Was ich nicht wusste: Freitags ist er “pay what you want"-Tag im Whitney, was soviel bedeutet wie “Tag der offenen Tür” und was wiederum bedeutet dass es sehr voll war. Fotos werde ich später noch zeigen, selber konnte ich natürlich keine machen, deshalb hier nur das Programmheft......
Meine nächsten Konzerte sind mit “burkina electric” in der Nähe von Philadephia, in Erie, in Rochester und dann wieder NY (insgesamt 11), sodass ich noch einige Zeit in den USA bleibe - wenn jemand den genauen Tourplan haben will, kann sich gerne melden....