Freitag, Februar 25, 2005

Splatter

Jemand Lust auf Comic-artigen Splatter nach all dieser Hochkultur: Indigen. Wenn man sich an dem Miltär nicht stört.....
Musik von Herbie Hancock, den Chemical Brothers u.a.

Donnerstag, Februar 24, 2005

43 Dinge tun

Ziele werden eher verwirklicht, wenn man sie vorher aufgeschrieben hat, man wird sich einfach klarer darüber, was man wirklich will. Der nächste Schritt ist nun diese Ziele mit anderen zu teilen und den Fortschritt miteinander zu beobachten.
Das tut die äusserst sympatische Seite 43 things, an der sich schon über 10.000 Menschen beteiligen und es macht Spass sich in den Wünschen der anderen umzusehen.

Mittwoch, Februar 23, 2005

Fang das Stöckchen

Nachdem Lisa und Marie mir dankenswerterweise das Stöckchen zugeworfen haben, will ich nun nach dieser f�r Euch schon bestimmt ermüdenden Neue-Musik-Geschichte, nun endlich zur Beantwortung schreiten (nicht dass ich das nicht gelesen hätte...)

1. Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?

Knapp 24GB an MP3`s. Meine CD-Sammlung steht vollkommen unangetastet herum und vieles habe ich mittlerweile in den Computer übertragen. Ich höre Musik nur noch am Rechner und unterwechs mit dem iPod. Nur die vielen LP`s fehlen, aber dafür ist einfach keine Zeit.

2. Die letzte CD, die du gekauft hast?

Bloc Party “Silent Alarm”. Junge M�nner zwischen Pop, Gang of Four und Cure. Ein bischen overhyped, aber nett.

3. Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

“Sinnerman” Nina Simone. Zufall, iTunes auf Shuffle-Play.

4. F�nf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre.

Nicht nur Lieder, das wäre mir zu einseitig:
I. Martin Denny “Exotica” (1958) Bleibt der Klassiker meiner Sammlung, hat mich nachhaltig inspiriert und berührt. Martin Denny lebt 94-jährig immer noch auf Hawaii.
II. Anonio Carlos Jobim & Frank Sinatra (1967) Die coolste Platte, die ich kenne: “And Franks Lips started moving, like your`s, when you write a cheque over 1000 Dollar...”.
III. Rhythm & Sound. Um nicht nur in der Geschichte rumzukramen. Fast alles ist empfehlenswert, Eine Neudefinition des Reggae.
IV: The Streets “Blinded By The Light”. (2004) Jetzt doch ein Song. Spontan aus dem Bauch raus. Hat mich umgehauen. Soviel Ehrlichkeit und Verzweiflung und Liebe und alles in einem Song unterzubringen. Das Video kann man hier gucken.
V. Und an oft gehörtem sagt mein iTunes, dass ich “God Put A Smile Upon Your Face” von Coldplay (2002) am häufigsten gehört habe. Wirklich? Na ja, ist ja auch ein schönes Lied.

Und Stöckchen fliegt weiter an: Tanith (aus Interesse) und dem King (damit er mal wieder was schreibt)

Dienstag, Februar 22, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Schluss)

Am letzten Tag waren alle Komponisten/Musiker dann noch im Haus von Llorenc Barber eingeladen, das ein paar Kilometer ausserhalb von Aielo in den Bergen liegt.
Hier gab es eine Paela, gebettet auf frischem Tymian, die so unglaublich gut geschmeckt hat, dass mir immer noch die Spucke im Mund zusammenläuft. Ein Fest, dass bis in den späten Abend dauerte. Die meisten sind dann zurück in die Stadt gefahren, ich bin mir ein paar Leuten aber noch im Haus geblieben - kein Strom, Wasser aus dem Brunnen und zwei offene Feuer um den Raum zu erhellen und uns zu wärmen.

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Das wunderbare Erlebnis war allerdings, als wir in der Nacht noch einmal nach draussen gingen. Der Mond schien über die Berge und es war absolut windstill. Kein Dorf und keine Stadt in der Nähe, keine Autostrasse - es war einfach nur total still. So still, dass ich nach einer Weile das Rauschen in meinen Ohren hörte und mein schlagendes Herz. Wunderbar und eine bleibende Erinnerung.

Montag, Februar 21, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 6)

Auch wenn ich die letzten Tage nicht dazu gekommen bin, so möchte ich doch wenigstens diese Serie zum Abschluss bringen.
Michael Fahres und ich führten am letzten Abend unser Stück “Marcos” auf, eine Art erweitertes “Fram”, dass wir ja schon letztes Jahr in einem Konzert im Museum Kunstpalast aufgeführt hatten.

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Eine grosse Attraktion stellt natürlich der Kreisel dar, der extra für dieses Konzert mit einer Spedition aus Deutschland gebracht wurde.

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Nach uns spielte dann noch das Duo “Schnee”, Burkhard Stangl und Christof Kurzmann. Ihre Kommunikation der leisen Töne zwischen Computer und Gitarre fand ich sehr schön und möchte an dieser Stelle wärmstens auf die Veröffentlichung eines Live-Konzertes beim kleinen New Yorker Label Erstwhile hinweisen.

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Grossen Dank an Llorenc Barber und sein Festival, dass er nun schon acht Jahre organisiert. Es gibt nicht viel vergleichbare Veranstaltungen mit einer solch familiären Atmosphäre.

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Donnerstag, Februar 17, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 5)

Nicht dass ich alles nur gut finde, oder lobhudle. Die Performance des “Colectivo Vasco Klem” hat mir nicht gefallen: Auf einer Videoleinwand wird ein Film gezeigt, der eine nackte Frau zeigt, die rundherum mit einem Edding-Stift beschrieben wird, dem Text kann ich nicht ganz folgen, es geht aber wohl um die Übertragung von Krankheiten. Vor der Leinwand steht ein Saxophonist und während er ein freies Solo spielt, wird er mit Mullbinde umwickelt. Für mich ein Rückfall in die Siebziger, Otto Mühl lässt grüssen.

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Welche akkustische Wohltat war dagegen der Solovortrag der Süd-Tiroler Gitarristin Margareth Kammerer, deren aktuelle CD “to be an animal of real flesh” ich wärmstens empfehlen kann.
Sie spielte einfache, aber nicht simple, repitative Pattern auf der Gitarre, teilweise vertont sie Gedichte von Cummings, Celan oder Artaud. Sie hat eine klare ausdrucksstarke Stimme mit einem wunderbar natürlichen Vibrato, wie schrieb die Taz so schön zur CD: “Avantgarde zum Angewöhnen”.

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Mittwoch, Februar 16, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 4)ö

Der zweite Abend beginnt in der Lobby mit der Installation “Zoonirico” des Tonkünstlers Truna, der tutende, kreischende, gurgelnde und sonstig lärmende Maschinen baut und sie über Schalter und Regler anschaltet und wieder abschaltet. Akkordeonzungen, Samples, kleine Gitarren, Kindertr�ten oder elektromagnetische Felder, alles wird über Tonabnehmer oder mechanisch irgentwie hörbar gemacht - ein lautes aber heiteres Spektakel - und er bringt die Zuschauer tatsächlich dazu bei einer seiner rhythmischeren Maschinen mitzuklatschen.

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Es folgte der grosse spanische Komponist José Manuel Berenguer mit einer in Max/Msp geschriebenen Komposition, die von einer Projektion aus einem zweiten Computer mit Hilfe von Jitter begleitet wurde.

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Das Stück begann mit einer granularen Fläche, die für mich ideale, fast paradiesische Züge annahm. Verteilt durch den Raum zieht sie vorbei und verändert sich fortwährend, wie eine Wolke die sich bei jedem Hinsehen zu verändern scheint. Die Videografik zeichnet feine Schwärme von Punkten auf die Wand, die sich einander anziehen und abstossen wollen.

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Im zweiten Teil des Stückes wird es knirschend und laut, unterbrochen von Eruptionen. Reissendes Metall, gewaltige Klangbeben und wieder reisst und knirscht es. Das Bild wird sehr unruhig und Flächen und Objekte wechseln sich in einer Bildfolge ab, der man nicht mehr folgen kann.

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Im dritten Teil wird der Hörer wieder in die flächenartigen Klänge geleitet, die nach dem heftigen Mittelteil umso verführerischer wirken. Ideale Klänge, ohne sinusartig zu sein, organische Elektronik - ein grosses Stück der Garnularsynthese.

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Dienstag, Februar 15, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 3)

Das Stück des Kolumbianers Carlos Gómez beginnt sehr verhalten. Er sitzt hinter einem tiefen Tisch auf dem Boden, vor sich ein aufgeklapptes Powerbook, neben ihm eine Angel mit einer Schnur und einem nicht definierbarem Objekt, das so angestrahlt wird, dass es einen grossen Schatten auf die dahinterliegende Bühnenwand wirft.
Seine Musik ist leise und “Click&Cuts"-artige Geräusche vermischen sich mit undefinierbaren Samples aus Filmen oder Fernsehen. Es knirscht in Quadro und das leise und immer wieder mit Generalpausen versetzt.

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Dann steht er auf und nimmt die Angel in die Hand. Das kleine Objekt stellt sich als ein Lautsprecher heraus, aus dem eine Stimme klingt, die wie beiläufig ein la-la-la singt. Eine unentschlossene Melodie. Er geht mit der Angel durch das Publikum und der Lautsprecher fliegt an den Ohren der Hörer, auch an meinen, vorbei. Ich bin gleichermassen berührt wie begeistert. Eine akkustische Welt tut sich auf, nur eine kleine Melodie, die vorbeifliegt, aber sie weckt Erinnerungen und Assoziationen. Begeisteter Applaus.

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Die bekannte Flamenco-Sängerin Alicia Acuna betritt die ü�hne und mit ihr Llorenc Barber. Alle haben nach der Programmankündigung erwartet Flamenco mit Gitarren zu erleben, aber schleift ein Becken über den Boden, das er nach und nach scheppernd und obertonreich von der Bühne hochhebt.

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Dann stülpt er, auf das Becken schlagend, sich selbiges auf den Kopf und beginnt wie ein mongolischer Kehlkopfsänger die Obertöne des Beckens zu singen. Dazu beginnt Alicia Acuna den traditionellen Flamenco-Gesang mit Herzschmerz und allem drum und dran. Sehr intensiv und gefühlsgeladen.

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Das ganze ebbt in der Intensität wieder ab und das Becken schleift über den Boden von der Bühne. Stürmischer Applaus und Bravo-Rufe.

Sonntag, Februar 13, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 2)ä

Die nächsten Beiträge des ersten Abends in Aileo:

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Die beiden Poeten Carles Hac und Mor-Ester Xargay versetzen mit ihren Vortr�gen und kurzen literarischen Videos die Zuschauer zu Beifallsstürmen. Auch wenn ich gerne mitlachte, so verstand ich nicht genug Spanisch, um hier eine genauere Beschreibung zu geben.

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Der Komponist Luciano Berio komponierte Etüden für die unerschiedlichsten Solo-Instrumente, so auch für Saxophon, von denen in Kreisen der Komponisten nur in höchsten Tönen gesprochen wird. Der Sopran-Saxophonist Esteban Vila spielte eine solche in Perfektion.

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Der Schweizer Werner Iten spielt in seiner Solo-Performance Gegenstände des täglichen Lebens, wie Töpfe mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie seine Instrumente, die Tuba und das Euphonium, sowie verschiedene Schlagzeugteile und Flöten. Er improvisiert dabei nicht wie im Jazz auf Höhepunkte und Grooves hin, sondern schafft kleine Klang-Minaturen, die nicht einer Komik entbehren - auch Neue Musik kann heiter sein.

Samstag, Februar 12, 2005

Neue Musik und andere akkustische Sensationen (Teil 1)

Wie Ihr ja jetzt wisst, komme ich gerade aus Spanien, wo ich am Festival “Festival International Nits D´Aielo L Arts” teilgenommen habe - eine Veranstaltung in denen Neue Musik in 4 Konzerten in Madrid und zwei Konzerten in Aielo (80km vor Valencia) vorgestellt wurden. Es war das achte Festival dieser Art und wird vom äusserst engagierten Llorenc Barber kuratiert.
In den nächsten Tagen möchte ich Künstler dieser Konzerte vorstellen, die im Umfeld der Neuen Musik oder improvisierten Musik tätig sind und aufgrund der Medien+ Hörstrukturen nur selten in der Öffentlichkeit gehört werden können.

Beginnen werde ich mit der Aktion des Künstlers Rafael Leonardo Setién. Er führte eine Art Fortsetzungs-Performance durch, der erste Teil war in Madrid zu sehen, der zweite in Aielo.
In einem Raum sind aufgebaut: Ein Tisch mit Glocken und einem Holzgerüst und einigem Werkzeug. Rechts und links hinter dem Tisch stehen zwei Schallplattenspieler, hinter dem Tisch ein Fernseher. Im Eingangsbereich des Raumes sind Stühle mit Notenständern aufgebaut, auf denen sind grafische Partituren aufgebaut.

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Ein Bass-Klarinettist nimmt nach und nach auf den Stühlen Platz und spielt was er sieht. Der Künstler Setién betritt den Raum und breitet nach und nach Bilder auf dem Boden aus, er wird dabei von einem Kameramann gefilmt, der ihn über die ganze Performance hinweg filmt, das Ganze wird auf einer Videoleinwand übertragen. Danach nimmt er eine Glocke vom Tisch und zieht laut bimmelnd durch den Raum. Nachdem sich auch in die letzten Gehörgänge der laute Glockenton eingefressen hat, geht er wieder zum Tisch und beginnt Beton anzurühren. Nach einer Weile füllt er diesen frischen Beton in das vor ihm stehende Holzgerüst, dazu spielen die beiden Plattenspieler zwei präparierte Schallplatten mit unterschiedlichen Loops auf Tempo 16. Er versenkt die Glocke im Beton und giesst den Rest darüber, um sie so einzuschliessen. Die Musik verstummt und er erzählt dem Publikum, dass es ihm um die Erinnerung an Klänge geht, an verschollene Klänge, an das “Nicht-Vergessen”. Bilder können immer wieder gezeigt werden - Klänge dagegen finden nur in Echtzeit statt, sie können nur “erinnert werden”. Wir sollen uns der vergessenen Klänge erinnern und besonders an diese Glocke. Wir, das Publikum hätten jetzt noch 10 Minuten Zeit, uns auf dem Tisch und den Bildern umzusehen, dann wäre die Performance zuende - die Fortsetzung ist die “Beerdigung” der Glocke an einem anderen Tag.

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Ein paar Tage später in Aielo: Die 20-köpfige Kapelle des Dorfes (4000 Einwohner) spielt eine schöne, melancholische und minimalistische Komposition. Wieder wird der Künstler von einer Kamera gefilmt und das Bild auf eine Häuserwand projeziert, dazu läuft ein Fernseher mit der Performance aus Madrid.

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Rafael Leonardo Seti�n buddelt vor dem örtlichen Konservatorium ein Loch in die harte Erde und versenkt die in Beton gegossene Glocke dort hinein, das Ganze ist durch Licht von Fackeln erhellt. Die Zahlreichen Zuschauer des Dorfes stehen ratlos, aber gebannt davor und erleben so die Beerdigung der Glocke.

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Das Ganze mag sehr merkwürdig klingen, ich erlebte es als etwas poetisches und fand es sehr schön die Musiker des Dorfes mit in die Performance mit einzubeziehen.

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