Mittwoch, September 15, 2004

Kiddyland

Wie Ihr aus meinem weblog vielleicht schon entnehmen konntet, bin ich ein Fan von absurden japanischen Stofftieren, wie z.B. Kogepan (Angebranntes Br?tchen).
So gibt es, wie jedes Mal, nat?rlich auch den Plichtbesuch bei Kiddyland - schaut Euch nur das Intro der Website an und Ihr wisst was ich meine.

Kiddyland ist ein Kaufhaus nur f?r grosse und kleine Kinder - mehrere Etagen voll.
Diesmal war ich ein wenig entt?uscht. Wo ist die Absurdit?t von Kogepan oder Afrodog geblieben? Wo sind meine Lieblinge?
Na gut, es gibt ein paar neue schon ziemlich merkw?rdige Gestalten, wie die Rettichfiguren:

Oder man beachte oben rechts den viereckigen Teddy auf dem schon ansich ziemlich merkw?rdigen Haus.

Aber sonst hat sich voll der Mainstream durchgesetzt. Hello Kitty, Disney und ?hnliche Riesen scheinen alles zu beherrschen.


Ganz lustig war allerdings noch Hello Kitty als Rotk?ppchen. Ausnahme der “Big Player” ist f?r mich weiterhin Totoro und der Katzenbus, die sich auch auf breiter Front durchgesetzt haben und sogar eigene Merchandising-L?den in der Stadt ern?hren, aber sie haben wenigstens Character.

Sehr seltsam fand ich diesen Zeitgenossen namens Zigoro, irgentwie nicht so s?ss, eher be?ngstigend.

Den habe ich sogar als Radio gefunden, mmmh, merkw?rdig.

Auch eher merkw?rdig sind folgende sprechenden Schubladen in Tierform, die es in verschiedenen Gr?ssen gibt und deren Klappen sich w?hrend des Singens oder Sprechens rhythmisch ?ffnen und schliessen.

Geht`s noch? Na dann noch diese ?beraus herzige P?ppchenkappelle, von denen man gleich mehrere kaufen muss, damit es richtig Sinn macht.

Aber was ist denn nun mit Kogepan? Schlurz - er ist vollkommen out ! Im ersten Untergeschoss bei “M?dchenartikeln” fristet er mit seinen Freunden Tarepanda und Afrodog ein Aussenseiterdasein! Und auch die nachfolgende Serie mit 2 K?tzchen, die zwischen Hamburger-Br?tchen liegen, oder in die Pommes-T?te springen verheisst nicht mehr Gutes. Nichts bleibt, wie es war.....

Ein Highlight bleibt doch noch zum Abschluss. “Onzenkumachan” ist sein Name und er ist nichts weiter als das “Heisse-Quelle-B?rchen”. Baden und Wohlf?hlen. Auch die Wellness-Welle schwappt in die Stofftierwelt.

Gekauft habe ich dann aber doch nur ein Feuerzeug in Schweineform, dass zwei Flammen aus beiden Nasenl?chern st?sst. Ein sch?nes Geschenk f?r einen rauchenden Freund.

Montag, September 13, 2004

Chinatown

In der N?he des Hafens liegt Yokohamas Chinatown, ein buntes Viertel mit Restaurants und Andenkenl?den.

Man betritt es ?hnlich wie in manchen anderen Chinatowns, z.B. wie in London oder San Francisco, durch grosse traditionell chinesische Tore. Dahinter beginnt dann das bunte Treiben und die Architektur ist hier teilweise luxuri?s.

K. hatte im Internet den Tipp gelesen nach einem gelben Schild in einer Seitenstrasse Ausschau zu halten, um das Restaurant “San Ton” zu finden - soll ein Geheimtipp sein.
Richtig, wir finden auch das Schild und auch den Laden. Kitschiger Kram steht vor der T?r und ein ?lterer Chinese sitzt mittendrin. Er ist auf seltsame Weise schlecht rasiert - einzelne lange Haare schm?cken seine Wangen, ansonsten ist seine Haut glatt. Er geht hinein, um nach einem freien Tisch zu fragen, aber es ist nichts frei und wir m?ssen erst einmal im Kitsch draussen platznehmen.
Wenig sp?ter bekommen wir dann doch einen Platz zugewiesen und wir finden uns in einer Spelunke wieder, die man irgentwo in einer chinesischen Hafenstadt vermutet, aber nicht in Japan.
Bier gibts vom Fass und wir genehmigen uns erst einmal 2 Halbe.
Der Geheimtipp besagte nun, dass es in dem Laden eine Spezialsosse g?be und die ist wirklich nicht zu ?bersehen, denn grosse offene T?pfe mit jener Sosse stehen auf jedem Tisch. Dazu bestellen wir uns “Gyoza” - gef?llte Teigtaschen, wahlweise mit Schweinefleich oder Krabben. Die Sosse ist wirklich einmalig, eine Mischung aus verschiedensten Geschmackssensationen inklusive Kokosnuss, die ich nun nicht gerade in der chinesischen K?che kenne.
Nach weiteren Bierchen und der Fortf?hrung des Festschmauses kommt der alte Herr von draussen herein, nimmt sich ein chinesisches Saiteninstrument und spielt gleichzeitig mit der dr?hnenden chinesischen Popmusik am Nebentisch v?llig unbeeindruckt traurige Weisen. Als w?re man in ein echtes Abenteuer hineingeraten, fehlt eigentlich nur noch ein Geheimagent (warum eigentlich?) - war wohl doch ein Bier zuviel.

Sonntag, September 12, 2004

Hoch hinaus

Die ehemalige Industriebrache des Hafens Yokohamas wurde in den letzten 10 Jahren so radikal ver?ndert, dass ich kaum etwas wiedererkannt habe.

Und innmitten des neugebauten Ensembles aus Hochh?usern, Hotels, eines Vergn?gungsparks mit Riesenrads und einem sch?nen alten Schiffes zur Besichtigung steht das h?chste Haus Japans, der “Landmark Tower”.
Der schnellste Fahrstuhl der Welt f?hrt uns in 40 Sekunden auf die 70.Etage und von dort aus hat man eine atemberaubende Sicht.
Im Hintergrund steht der ?ber 200km entfernte Berg Fuji klar im Abendhimmel. Gradios.

Die Sonne geht langsam unter und die Stadt taucht ab in das Licht der Laternen, Autos, Lichtreklamen und Lampen in den H?usern.

Und wenn man ?ber den Hafen hinweg schaut, liegt im Hintergrund der n?chste Gigant: Tokyo.

Man schaut auf H?user hinab, zu denen man noch kurz zuvor als Hochh?user aufgeschaut hat. Jetzt liegt uns alles zu F?ssen. Wenn man die Zeit doch nur anhalten k?nnte.

Samstag, September 11, 2004

Wasser im Mund zusammen laufen lassen

Nehmen wir als Beispiel mal das Kaufhaus “Sogo”, nur etwa 10 Fussminuten vom Hotel entfernt. Wie schon gesagt, 9 Etagen nach oben, drei nach unten.

Die Lebensmittelabteilung schlägt alles bisher gesehene. Dagegen wirkt das KDW eher ärmlich.

Speisen aus allen Ländern: Nudeln, Fleisch, Fisch, Süssspeisen, alles was das Herz begehrt, und das in einer Auswahl, die ich so noch nie gesehen habe. Meine Augen werden weit und mein Magen fängt an zu knurren.

Wie wäre es mit einem “Camenbert Cheese Cake”?

Erdbeertorte?

Oder doch lieber marinierter Fisch?

mmmh, njam.

etwas klassisches?

oder was mit Mohn?

oder dann doch lieber Nachspeisen?

Habe mir dann doch ein Sandwich von “Lohmeyer” gegönnt, Geschmacksrichtung “Schnitzel, Ei, Tomate” - sehr zufrieden, papp, satt.

Donnerstag, September 09, 2004

Die Bahnhofsgegend

Gilt in Deutschland die Bahnhofsgegend als eher schmuddelig und es sammeln sich h?ufig billige Absteigen und Imbissbuden, so ist in Japan ein Bahnhofes der zentrale Punkt eines Stadtteils und h?ufig von Luxushotels und Einkaufs-Malls umgeben. Sicher liegt das auch daran, dass viel intensiver der ?ffentliche Nahverkehr genutzt wird und so die Bahnhofsn?he ansich schon ein Zeitvorteil darstellt.

Ich habe ein gutes Hotel erwischt und es liegt zentral an der Central-Station in Yokohama. ?ber ein Areal von sch?tzungsweise einem Quadratkilometer ist hier das Einkaufszentrum der Stadt. 9 Etagen nach oben und drei nach unten wandelt man durch endlose Shopping-Malls und Kaufh?user die inneinanderfliessen, verbunden durch Rolltreppen. Kleine Gesch?fte wechseln ich mit Grossen ab, Restaurants, Blumenst?nde, Oasen in denen man sich den verspannten R?cken massieren lassen kann, Beratungscentren f?r Aromatherapie, Superm?rkte, Kleider, CD`s, Regionales aus Okinawa - ich weiss wirklich nicht, was es dort nicht gibt. Einmal habe ich schon fast den ?berblick verloren und habe mich ganz sch?n verlaufen. In 20 Minuten kann ich in Shibuya oder Shinjuku, den pulsierenden Zentren Tokyos sein, aber das hier reicht f?rs erste.

Mittwoch, September 08, 2004

Vorurteile leicht gemacht

Es ist mein vierter Besuch in Japan und ich bin immer wieder ?berrascht in Deutschland diesselben Vorurteile zu h?ren:
?Kennen Japaner denn auch K?se??, ?Sehen die nicht alle gleich aus??, ?Die l?cheln doch immer?. Das nervt. Wenn Ihr einen Japaner trefft, seid bitte so gut und behandelt ihn ganz normal, ok?

Hier ein paar Vorurteile, die ich ausr?umen m?chte:
Vorurteil Nr.1. Ich w?rde da nicht klarkommen, schon alleine wegen dem Essen.
Also: Japan ist eines der entwickelsten Industrienationen der Welt. Warum soll es in einer Grossstadt wie Tokyo nicht einfach m?glich sein zu ?berleben?. Fakt ist: Es gibt hier Fastfood-Ketten, wie in jeder anderen Grossstadt. Wahrscheinlich gibt es in Tokyo mehr ?Starbucks?, als in ganz Deutschland zusammen. Die japanische K?che hat auch in einigen Auspr?gungen Einzug in Deutschland gehalten (Sushi), andere Gerichte sind vielleicht nicht so bekannt, aber in der Regel ?usserst lecker und vielfach gesund. Die Krokette wurde von den Holl?ndern eingef?hrt und bekommt man in fast jedem Supermarkt, Das Schnitzel in seiner japanischen Auspr?gung ist dem deutschen nicht un?hnlich und ?berall sind leckere Sandwiches zu haben. Suppen, Reisgerichte und Currys, die Auswahl ist gigantisch. Und: In den Auslagen ist fast jeden Gericht in 1:1 Kunststoff nachgebaut, da braucht man nur auszusuchen.
Vorurteil Nr.2 Ich komme da nicht klar, weil ich die Schriftzeichen nicht lesen kann und deshalb auch nicht U-Bahn fahren kann.
Die Ansagen der Stationen in der U-Bahn sind auch in Englisch und sollte dies auf kleinen Linien mal nicht der Fall sein, so sind auf allen Stationen Schilder in englischer Beschriftung. Sicher kann man die Zeichen nicht lesen, oder man hat es gelernt, aber trotzdem kommt man klar, glaubt es mir.
Vorurteil Nr.3 Ich kann mir Japan sowieso nicht leisten, da kostet alles das doppelte habe ich geh?rt.
Schaut Euch den Yen zu Euro-Kurs an und Ihr werdet beobachten, dass der Euro zur Zeit sehr stark ist. Die Preise in Tokyo sind mit denen in einer deutschen Stadt vergleichbar. Die Mieten bleiben auf hohem Niveau, aber das t?gliche Leben ist nicht teurer, als in Deutschland. Zwei Dinge sind sogar vergleichbar billiger: Telefonieren und der ?ffentliche Nahverkehr. Selbst mein Fr?hst?ck ist in der Regel billiger, als belegte Brote aus der B?ckerei.

Dienstag, September 07, 2004

Peinlich

Meine Seite war kurzzeitig offline, da ich ?ber Personen geschrieben habe, die etwas dagegen haben.
Diese Beitr?ge habe ich nun gel?scht oder editiert (und als solche gekennzeichnet, damit sie nicht komplett wirr erscheinen) und hoffe, dass ich die Geschichte damit zwar nicht zur?ckdrehen, aber zumindest den entstanden Schaden lindern kann.
Das tut mir leid, wirft aber auch ein Problem der Weblogs im Allgemeinen auf: Welche Personen darf man namentlich nennen, welche nicht? Viele Blogs verwenden die L?sung von Personen A. oder B. zu reden, andere nennen sie beim Namen. Oder anders gefragt, wo ist der Trennungsstrich zwischen eher journalistischen Betrachtungen und privatem Tagebuch?
Ich f?hle mich jedenfalls erst einmal wie “vor den Bug geschlagen” und weiss nicht so recht wie das Blog hier weitergehen soll.

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