Ein Besuch des Fischmarktes zeigt die Bedeutung, die der Fischfang in dieser Region einnimmt.
Einige der seltensten essbaren Fische und andere Meerestiere werden hier gefangen und von hier aus verschifft. Eine kleine Auswahl:
Ganz köstlich schmeckt der Schwertfisch, der nur in dieser Jahreszeit angeboten wird, hier zu einem senationell günstigen Preis, da muss man in Tokio schon wesentlich tiefer in die Tasche greifen, aber, naja kein Wunder, hier kommt er ja auch her.
Um den Fugu, den Kugelfisch, ranken sich, besonders in unseren Breitengraden einige Vorurteile und Legenden. Wahr ist, dass sein vollständiger Verzehr tödlich ist, da die Haut, die Leber und die Eierstöcke ein Gift enthalten, dass die Opfer vollständig lähmt. Sie bleiben aber bei Bewusstsein, da das Gehirn davon nicht betroffen ist. Allerdings wird der normale Fischesser gar nicht in die Lage kommen, diesen fachgerecht ausnehmen zu müssen - dies geschieht schon vor dem Verkauf durch Spezialisten, deren Ausbildung mehrere Jahre dauert. Tausende von Menschen essen täglich Fugu und die Todesrate ist geringer, als Menschen die an Fischgräten ersticken. So sieht er dann aus, wenn er in den Handel kommt:
Meistens jedoch sieht sein Erscheinen im Handel dann eher so aus, fertig als Sashimi (rohe Häppchen) auf einem Teller angerichtet. Die Preise sind, wie man an den Preisschildern erkennt happig, eine Portion kostet hier, am Ort des Fangs auch schon mal gerne umgerechnet 70€, je nach Entfernung und Ort des Verkaufs kann das aber auch das drei- und vierfache betragen.
Einen für mich eher zweifelhaften Verkaufsstand musste ich dann auch entdecken, denn hier wird Walfischfleisch dargeboten:
An der Westspitze der Hauptinsel Japans Honshu und damit der Insel Kyushu gegenüber, etwa 1000 Kilometer von Tokio entfernt, liegt die Stadt Shimonoseki.
Sie stellt einen strategisch für die Schifffahrt wichtigen Durchfahrtsweg dar, wie auch einige historische Kämpfe in der japanischen Geschichte belegen.
Etwa 700 grosse Schiffe passieren diese Meerenge täglich und die Stadt pulsiert im Rhythmus der Werften und des Fischfangs.
Beeindruckend ist die grosse Brücke, die über die Meerenge an der nahesten Stelle führt, sie erinnert, auch wegen ihrer Höhe an die Golden Gate Bridge in San Francisco, nur noch rot müsste man sie anstreichen.
Symbol der Stadt ist der “Fugu”, der Kugelfisch, der hier gefangen, gegessen und von hier aus überall ins Land geschafft wird.
Wenn ich wieder nach Okinawa zurückkehre, weiss ich schon wohin: Etwa in der Mitte der Insel auf der östlichen Seite noch hinter Sedake immer weiter auf der Strasse 331 fahren. Da taucht ein kleiner Ort auf, in dem man auch eine kleine Pension findet. Man kann den Ortsausgang einfach erkennen, auf der rechten Seite befinden sich ein paar Steintafeln, danach biegt die Strasse links etwas den Berg hoch ab. Bei diesen Steintafeln denkt man an ein Kriegerdenkmal, oder eine grosse Schlacht des 2.Weltkrieges. Weit gefehlt, sie weisen darauf hin das hier das Olympische Feuer für die Sommerspiele in Tokyo (1964?) übernachtet hat. Das ist das wichtigste Ereignis dieses Dorfes und das sagt auch schon alles.
Ein Strand, der kilometerweit führt und nicht touristisch gesäubert wird, einfach naturbelassen, mit allem Treibgut und Algen. Ein Korallenriff zum Schnorcheln. Grosse Felsen im Meer.
Hierhin würde ich wiederkommen.
War mir doch ziemlich schnell klar, dass zur Zubereitung des Sobas ein Stück Speck oder Rippenfleisch des Schweins verwendet wird, so habe ich einige Zeit gerätselt, was die Fleischeinlage der Champuru-Gerichte denn nun wäre. Wurst? Formfleischforderschinken, wie es immer so schön in deutschen Pizzerias heisst? Nein, es ist schlicht und einfach Spam:
Womit wir bei den doch eher absonderlichen Aspekten der Küche Okinawas wären. Da ist zum einen das Umi-Budoh zu nennen:
Das ist eine Art Seegras mit kleinen, na wie soll ich sagen, Trauben? Am ehesten ist die die Konsistenz mit Kaviar zu vergleichen, auch hier scheinen die kleinen Bläschen im Mund zu verplatzen. Köstlich. Da es dieses Umi-Budoh wohl nur hier und auf ein paar umliegenden Inseln gibt und sich der Transport als äusserst schwierig erweist und damit dieses See-Gemüse wohl dem Rest der Menschheit voreinhalten bleibt, war der Besuch eines Umi-Budoh-Restaurants Pflicht. Hier gab es ein Umi-Budoh-Champuru mir See-Igel und Ich-weiss-nicht-was-Topping:
Der absolute Höhepunkt der Geschmackssensationen war das Tofu-Yo. Vergorener, fermentierter Tofu (man könnte auch sagen: leicht schlecht geworden) wird in Awarmori (dazu später mehr) eingelegt. Unglaublich, nahezu unbeschreiblich. Das kleine Ding, Kantenlänge nur etwa 1,5cm, geht im Mund auf wie eine belgische Praline mit hohem Kakao-Anteil (obwohl DER sicherlich gar nicht enthalten ist), alkoholisch, käseartig, intensiv, leicht bitter. Die Zubereitung und das Einlegens sind sehr aufwendig, da muss das Tofu über 4 Tage hinweg mit der Hand gewendet werden, und die Zeit des Einlegens beträgt bis zu 6 Monaten - so ist der hohe Preis von etwa 4 Euro pro Bissen zu erklären, schafft man aber eh nicht mehr......
Das einzige, was mir tatsächlich nicht geschmeckt hat, war diese Seeschnecke, auch ein ziemlich kostbares Essen, aber das war mir zu fest und schmeckte nach Fisch-Leber, die ich gar nicht schätze:
Kommen wir lieber zurück zu angenehmen Gaumenfreuden. Zum Beispiel das sensationell gute Ishigaki-Rind auf Holzkohle:
Oder aber der eben schon erwähnte Awamori. Die Spezialität aus Okinwawa, die auch in unseren Breitengraden zu finden sein sollte. Ein Zuckerrohrschnaps, der in stärkgraden zwischen 25% und 70% überall auf Eis oder mit Wasser angeboten wird. Es ist sozusagen DAS Nationalgetränk. Hier ein Awamori-Geschäft in Nara:
Zum Schluss dieser kulnarischen Reise durch Okinawa fehlt eigentlich nur noch der Taco-Rice. Der Legende nach hat ihn eine mexikanische Familie erfunden, die auf Okinawa lebte und merkte, dass den Bewohnern die Tortillas nicht schmeckten und diese kurzerhand durch Reis ersetzen. Heute ein Gericht, das sich über die ganze Insel verbreitet hat und in jedem Supermarkt als Fertigmischung zu haben ist. Also: Reis, Hackfleisch, Tomaten-Chillisauce, Salat, Käse.
Gibt man das Wort “Okinawa” in eine deutschsprachige Suchmaschine ein, so wird als einer der ersten Vorschläge die Langlebigkeit und die “Okinawa-Diät” erscheinen. Hier wird dann gespriesen, dass die Einwohner Okinawa die höhste Lebenserwartung der Welt haben, aufgrund der Tatsache, dass sie wenig Fett und Fleisch zu sich nehmen. Ich könnte jetzt ein herzhaftes: “Alles Quatsch” rufen, aber einen wahren Kern hat das Ganze immerhin. Tatsache ist, dass die Küche Okinawas eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Zutaten enthält, Einfüsse aus verschiedenen Kulturen werden hier gerne adaptiert und weiterentwickelt. Was allerdings nicht stimmt, ist dass die Bewohner Okinawas wenig Fleisch essen. Besonders der Anteil an Schweinefleisch ist hier wesentlich höher als in Japan - und nicht selten rühmen sich die besonders alten Menschen, sie hätten dieses Alter nur aufgrund von Schweinefleisch erreicht.
Der klassische Vertreter dieser Gattung ist das Okinawa-Soba, eine Schweinefleischsuppe, die allerdings, auch wenn sie gar nicht so aussieht, gar nicht fett ist:
Die Variationen dieses Saki-Sobas sind vielfältig, hier ein Beispiel für ein Restaurant, welches diese Variation nur 15 mal am Tag anbietet:
Eine weitere Variation ist das Beniimo-Soba, wo das Buchweizenmehl, aus dem der Teig besteht zusätzlich mit Süsskartoffelmehl versetzt wird:
Eine weitere Spezialität der Insel ist das Champuru, was soviel wie Mix bedeutet. Hier werden verschiedene Arten von Gemüse, Schweinfleisch, Tofu usw. zu einem Gericht zusammengewürfelt, die dann in einer Garmethode, dem Wok vergleichbar, schnell gegart werden. Beispiele sind das Tofu-Champuru:
Oder aber auch das Goya-Champuru:
Womit wir beim Thema Goya wären - eine bittere gurkenähnliche Frucht, die in vielen Variationen in der Küche Okinawas immer wieder auftaucht, sei es als eingelegtes Gemüse, Saft, in Cocktails, oder wie hier in einem Salat:
Eine der Hauptattraktionen auf Okinawa ist das hiesige Aquarium. Klingt erstmal nicht so, aber es ist wirklich eindrucksvoll. In einer grossen Schleife geht man an vielen kleineren und grösseren Becken vorbei immer tiefer herunter und kommt schliesslich am grössten künstlichen Wasserbeckene der Welt an.
7000 Tonnen Wasser. Eine Sicht wie eine riesige Kinoleinwand und kaum ein Fisch unter Ellenbogengrösse. Die grössten beiden, Walhaie, sind mehrere Meter lang und jedes mal, wenn sie am Fenster vorbeischwammen ging ein Raunen durch die Zuschauer. Es gibt sogar ein kleines Cafe am Rande dieses Beckens und man kann direkt am Fenster sitzen. Man beachte den Mann auf der rechten Seite des Bildes, der trotz dieses sensationellen Anblicks einfach einschlief.
Die für mich eigentlichen Attraktionen des Aquariums waren jedoch die Schlangenaale, die wohl jedem Besucher ein “Oh, sind die aber süß” entlockten, und die Kinder sich die Nase am Becken platt drückten.
Und natürlich die aus Mexico stammenden Rundschwanzseekühe. Gross, vegetarisch, langsam, und es gibt sie schon etwa 54 Millionen Jahre auf der Erde - möchte man sofort als Stofftier haben, wenn schon nicht in echt.
Nach kurzem Aufenthalt in Tokio ging es direkt nach Okinawa.
Die Insel liegt etwa 1500km südöstlich von Tokio, etwa 2 Flugstunden entfernt. Die etwa 1.2 Millionen Einwohner der Insel wohnen vornehmlich im Süden der Insel, hier ist auch die Hauptstadt Naha.
Der Norden ist ein grosser tropischer Wald und Naturschutzgebiet.
Okinawa ist der einzig bekannte Fall, wo von Rechts- auf Linksverkehr umgestellt wurde, und das erst im Jahre 1978. Autofahren ist dort sehr einfach, es gelten fast überall Geschwindigkeitsbegrenzungen von 40 oder 50km in der Stunde und es halten sich nicht nur alle daran, sondern häufig wird diese Höchstgeschwindigkeit auch noch unterschritten - sehr entspannt hier.....
In der Mitte der etwa 150km langen Insel sind die meisten Strände zu finden, weshalb hier auch die meisten Hotels stehen.
Überall stösst man auf die grosse Geschichte dieses alten Königreiches, was erst 1879 seine Unabhängigkeit verlor und zu Japan kam.
Was für einen Eindruck macht diese Person? Freundlich? Ein Priester ? Arwöhnisch? Verdächtig? Etwa gefährlich?
Wenn man diese Warnung im Hotel sieht, dann ist man informiert und kann die richtigen Schritte einleiten. Die Frage ist nur: Wie schnell kann ich zu einer solchen “Preson” werden?
Wer mir sagen kann 1. zu welchem Kleidungsstück dieses knochartige Teil gehört und damit 2. in welchem Land ich mich befinde, der gewinnt die neue CD von Burkina Electric, die am 5.Oktober nur in den USA erscheinen wird. Die Antwort bitte in den nächsten 24 Stunden in den Kommentaren. Der Rechtweg ist ausgeschlossen und so.