Samstag, Juli 03, 2004

Henkersmahlzeit

Ja ja, die immer wieder lustigen Flash- Animationen.
Aber es gibt auch welche, die mit einem ernsteren Thema daherkommen, wie etwa The Last Request, was die Henkersmahlzeiten der Todeskandidaten aufzählt - sehenswert, wie ich finde.

Freitag, Juli 02, 2004

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Früher hatten wir ein Gästezimmer im Studio. Eines Morgens komme ich ins Studio und wollte Frühstück machen. Aus dem Gästezimmer, wo der Musiker A. schlief, hörte ich: “Ach halt doch die Klappe!”.
Mmh, denke ich - er ist also doch nicht alleine, sondern hat in der Nacht noch einen Gast bekommen, vielleicht eine weibliche Begleitung? Ach nein, kann nicht sein, so unhöflich ist er ja normalerweise nicht.
Da höre ich:"Halt die Schnauze!”. Irgentetwas ist hier faul, so früh und schon so einen Streit? Ich widme mich dem Kaffee und den Brötchen.
Kurz darauf: “Ich habe gesagt, halt die Schnauze du dummes Arschloch!”
Jetzt werde ich wirklich neugierig und öffne die Tür zum Gästezimmer einen Spalt, um zu sehen, was da vor sich geht. Was sehe ich: A. liegt weiterhin völlig verpennt im Bett und brüllt seinen “Braun Voice Control” an.
Dieses Wecker hatte er sich kurz zuvor gekauft und hat ihn später im Studio stehen lassen ("komme ich nicht mit klar"). Den benutze ich bis heute und muss manchmal Morgens schmunzeln, wenn ich ein “Halt die Klappe” in seine Richtung sende.

Donnerstag, Juli 01, 2004

Poster

Es gibt eine simple (freie) Software, die jedes beliebige Bild in ein riesiges Poster verwandeln kann - zum selber ausdrucken und Tinte verschwenden.
Sie heisst Rasterbator und die Website ist mit vielen Beispielen und Fotos gespickt.
Nach wäre das nicht was für`s Studio?

Mittwoch, Juni 30, 2004

Retro

Also ich würde so einen Song Retro Future nennen......

Dienstag, Juni 29, 2004

Open Source Audio

Wer ein schlechtes Gewissen beim Musik-Filesharing hat, oder denkt, Musik müsse immer etwas kosten, der sehe sich doch mal die “Open Source-Audio” - Gemeinde an, hier ist die Musik tatsächlich kostenlos.
Ebenso gut bestückt ist das “Live-Music-Archiv” , dass alleine soviel Greatful Dead - Live - Konzerte listet, dass es ein halbes Leben kosten würde das allen zu hören.

Montag, Juni 28, 2004

Gartenkonzert

Letztes Jahr im Juli hatte ich ein Konzert mit to rococo rot in einem von Künstlern gestalteten Garten in Neuss.
Der Garten heisst Sommerpalast und es war eine grosse Freude da zu spielen. Wir wollten gar nicht mehr aufhören und haben ungefähr 3 Stunden bei schönstem Sonnenschein zusammen improvisiert - eines der Konzerte des letzten Jahres, welches mir am meisten Spass gemacht hat.
Ich bin dieses Jahr wieder eingeladen worden dort zu spielen, diesmal mit meinem Partner Frank und unserem gemeinsamen Projekt a certain frank. Das ganze ist am nächsten Sonntag und beginnt so gegen 14:00 Uhr, ich hoffe es gibt wieder so ein sensationell schönes Wetter.
Wer also noch nichts vorhat, sei hiermit herzlich eingeladen.

Sonntag, Juni 27, 2004

Der Regenmacher

Gestern gab es nun einen Ausflug nach Utrecht. Dort hatte ich meinem Freund Michael Fahres etwas mitzubringen und er hat gleich eine Grillparty veranstaltet. Utrecht ist immer wieder schön, nach meiner Meinung eines der angenehmsten Städte in Mitteleuropa, Grachten wie Amsterdam, nur nicht so hektisch, aber grösser als beispielsweise Gent - und man kann an den Grachten unten sitzen.

Michael kenne ich nun viele Jahre und habe die wildesten Projekte mit ihm durch geführt. Das grösste war Sunwheel, ein 18-stündiges Konzert zum Thema Sonne. Erstmals haben wir das im Sonnenobservatorium von Robert Morris in Lelystad aufgeführt und es gab sogar eine Radioübertragung, die für den Europäischen Rundfunkpreis nomminiert war.  Wir hatten 8 P.A.-Systeme in die Landschaft gebaut und mit einem SSP (spatial-sound-processor) waren wir in der Lage, die Klänge rotieren über über hunderte von Metern über uns hinwegjagen zu lassen. Die Bandbreite reichte von Stücken, die tatsächlich durch die Sonne gesteuert wurden (Hitze, Helligkeit ect), über Live-Improvisationen bis hin zu vorbereiteten Collagen und Tonbandeinspielungen. Allein die Vorbereitung technisch und musikalisch hatte damals etwa 3 Monate in Anspruch genommen.

Eine zweite Aufführung fand dann in der Wüste Negev am Massada-Felsen in Israel statt, wo wir auch unsere eigens entwickelten Sonnensynthesizer einsetzen, der nur durch die Sonneneinstrahlung Töne erzeugte. Die Zuschauer wurden mit Bussen in die Wüste gekarrt und sassen da unter Zelten. Der dritte Mann im Bunde, Michael Jüllich, spielte seine Monsterinstrumente “Big Mama” (Gongtrommel) und “Monochord” (3,50 langes Saiteninstrument), sowie seinen 2,50 grossen Gong, dessen Klang bis nach Jordanien zu hören war. (Kolpotierte uns der Fahrer eines Jeeps, der 50km weit fuhr um dem seltsamen Klang nachzugehen). Michael Jüllich hatte ein Solo für Big Mama - ein gewaltiger Klang, sub-bassig und vibrierend. Da fing es an zu Tröpfeln. Der Aufseher des Landschaftsparkes Massada kam zu uns und sagt: “Spielt weiter, hier hat es seit 5 Jahren nicht mehr geregnet”. Der Regenmacher.....
Seitdem führen wir nur noch einzelne Stücke aus den 18 Stunden auf - zuletzt bei der Eröffnung der neuen Pinakothek in München.

Freitag, Juni 25, 2004

Sack Reis

In China ist mal wieder ein Sack Reis umgefallen:
Breaking News

Indian Music Maker

Hübsch gemacht:
Der Instant-Indian-Music-Maker

Gerade das richtige vor dem Einschlafen.

Donnerstag, Juni 24, 2004

Einmal Alles Bitte

Wer unabhängig von schnöden Daten und Jahreszahlen auf der Suche nach einem umfassenden Geschichtsverständnis ist, dem sei das Buch “Menschheit und Mutter Erde” von Arnold J. Toynbee empfohlen (das es auch als Taschenbuch gibt).
Arnold J. Toynbee (1889-1975) gilt als der letzten grossen Historiker und Wissenschaftler der Zivilisationsgeschichte. Jede bekannte Zivilisation wird auf 1-2 Seiten erklärt.
Ein Zitat von ihm dazu:"Was Schlagzeilen macht, erregt unsere Aufmerksamkeit, weil es sich an der Oberfläche des Lebensstroms abspielt. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit von den langsameren, nicht greifbaren, unwägbaren Bewegungen ab, die unter der Oberfläche stattfinden und in die Tiefe vordringen. doch natürlich machen diese tieferen, langsameren Bewegungen am Ende Geschichte; sie erscheienen in der Rückschau gewaltig, während die sensationellen, vergänglichen Ereignisse, nüchtern betrachtet, wieder auf ihr wahres Maß geschrumpft sind."("Kultur am Scheideweg”,1948)

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