Mittwoch, September 29, 2004

Vollmond

Es ist Vollmond und wer nicht schlafen kann, sollte sich doch mal diesen Film ansehen. Er heisst “Cat with Hands” und erinnert mich an den frühen David Lynch.
Dann kann man erst recht nicht mehr schlafen......

Sonntag, September 26, 2004

Innenarchitektur

Und für alle, denen meine Japan-Beschreibungen nicht genug waren gibt es hier eine sehr schön gemachte Website mit moderner japanischer Innenarchitektur.

Tradetricks

Diesen Trick musste ich auch schon mehrmals anwenden, weil ich den Sound in Ordnung fand.
Auch andere nützliche Tricks sind da zu finden.

Samstag, September 25, 2004

Bildblog

Back to Reality:

Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich den Bildblog ganz grossartig finde?
Nein, dann tue ich es jetzt.
Heute habe ich beim Imbiss-Chinesen die Zeitung in der Hand gehabt und noch gedacht: Was werden sie wohl heute wieder finden?

Mittwoch, September 22, 2004

Bye Bye

Im Queens-Building Yokohama befinden sich drei aussergewöhnliche Dinge.

1. Zwei Rolltreppen, die kaum enden wollen und sich über jeweils drei Etagen nach oben und unten bewegen.
2. Von ganz oben, kann man immer noch bis tief in den Keller die U-Bahn fahren sehen.
3. Über 6 Etagen befindet sich eine schwarze Steintafel an der Wand mit einem deutschen Schiller-Zitat (!) in Leuchtbustaben.
Man erkennt die Grössenverhältnisse, wenn man den Mann links in der Ecke des Fotos sieht.

Von da aus sind wir nach Tokyo rein gefahren, genauer gesagt zum Roppongi Hills, der neusten Kreation in Sachen Architektur und Megalomanie.
Als wir ankommen müssen wir erst einmal eine Art Stadtplan kaufen, um uns zurecht zu finden.

Was soll man sagen, ein aus mehreren Häusern verschiedener moderner Architektur zusammengestellter Komplex aus Büros, Einkaufszentren, Restaurants, Museen, Konzertsälen usw usw.
Tatsächlich ist die Architektur tatsächlich das beeindruckenste am Ganzen, wie ich finde, denn die Geschäft sind was für eher Superreiche und in die Büroetagen kommt man sowieso nur nach Identifikation.

Auch der Imbiss in der von einem Künstler ins Leben gerufenen Suppenküchen-Kette namens ”Soup Stock” ist so prima, dass man eigentlich das Unternehmen nach Deutschland holen sollte.
Zwischendurch bieten sich auch immer wieder reizvolle Aussichten, so hier auf Tokyo Tower.

Es wird Zeit Abschied zu nehmen. Am Abend meiner Abreise sitze ich mit einem Freund beim Bier und er versucht mir die Vorzüge des japanischen Schwarzbieres näherzubringen, da denke ich: “Mann, ist irgentwie stark das Bier, dabei ist es doch erst das zweite, aber ich bekomme echt Kreislaufprobleme.” und frage ihn: “Ist das Bier wirklich so stark.” Darauf er:"Nö, ist nur ein Erdbeben.” Und richtig, die Lampen an der Decke schwanken hin und her und das Wasser auf dem Tisch wirft Ringe im Becher. Keiner ausser mir scheint davon Notiz zu nehmen - erst am nächsten Tag lese ich selbst in Deutschen Zeitungen davon.....
Trotz dieser kleinen Irritation - es war schön, ich komme bestimmt wieder!

Dienstag, September 21, 2004

Lecker, Lecker

Es gibt Restaurants, die man nicht so schnell vergisst. Einerseits liegt es an der Exotik - wann hatte ich schon einmal die Gelegenheit in einem Okinawa-Restaurant zu speisen (nie!), andererseits an der Köstlichkeit der dargebrachten Speisen.
Das Restaurant selber war eher rustikal und es hat uns einige Überwindung gekostet hineinzugehen.

Doch nun zur Speisefolge. Selbstgemachter Tofu.

Sashimi (roher Fisch) von Dorade, Oktopus und weiss ich nicht.

Takowasa. Roher Tintenfisch mit Wasabi (frischer geriebener grüner Meerettich) und Chili.

Ein erster Eindruck. Dazu ein frisch gezapftes Okinawa-Bier. Im Hintergrund läuft die unvergleichliche Sanshin-Musik - heiter und beschwingt, und ein TV und Video mit Wellen, die auf einen Strand plätschern. Ahhhhh....

Dazu kommen jetzt noch: Pilze und Muscheln. Die Pilze habe ich noch nie gegessen, sehr klein und eher hart.

Und ein Teller mit Schweinefleisch und Goya und wieder diesen Pilzen. Goya ist ein typisches Okinawa-Gemüse, grün und ziemlich bitter.

Alles in Allem sensationelle Geschmäcker, toll, was soll ich sagen, darauf erstmal einem Shotchu - ein dem Wodka verwandter leckerer Schnaps. Na und dann noch einen. Und das die Bilder leicht verwackelt sind, liegt nicht daran, sondern am leicht schummrigen Licht.

Montag, September 20, 2004

Sea-Paradise

Nach den Grossstadt-Tagen muss Erholung her. Da trifft es sich gut, dass sich das Seaparadise Yokohama sich nur etwa 45 Minuten mit der U-Bahn an der Küste befindet.

Die grossen Attraktionen sind die Delfine. Es gibt einen Glas-Tunnel durch den man geht und von Definen umgeben ist und eine weitere Röhre in der 3 grosse Define schwimmen.

Wie nett und verspielt die drei sind, konnte man auch bei der Fütterung sehen.

Eine weitere grosse Halle bietet einen Rundgang durch die Welt des Meeres in riesigen Rundumbecken. Haie, Schildkröten, Pinguine, und tausende von Fischen aller Grössenordnungen, da kann auch mal den Überblick verlieren.

Auch eine schöne Sammlung von bunten Quallen ist zu bewundern.

Die Delfin-Show war auch positiverweise nicht so sportlich und trillerpfeifig wie in Deutschen Zoos, sondern eher poetisch und lustig - Delfine schwimmen schöne Muster mit den Menschen und haben sich lieb und so - und richtig laut wurde es nur mit den Seehunden. Gut so, denn Delfine sind ganz schön lärmempfindlich.
Leider reichte die Zeit nicht für alles und auch diese schöne wellige Achterbahn konnten wir leider nicht mehr fahren.

Sonntag, September 19, 2004

Blockbuster-Promotion

Es gibt Plätze, die sich als Zentrum einer Metropole alleine durch die tägliche Menschenansammlung definieren. Timesquare N.Y. oder auch der Picadilly Circus in London. In Tokyo gibt es gleich (mindestens) zwei solcher Mega-Zentren: Shibuya und Shijuku.

Hier kommen die wichtigsten U-Bahn-Linien zusammen und man kann sich zum Einkaufen (Shibuya) oder Essen (Shinjuku) verabreden.
In Shibuya tritt man aus dem Bahnhof hervor und es fallen nicht nur tausende von Menschen sondern auch ein grosser Lärmpegel auf. Jede der überdimensionalen Videowände buhlt um die Gunst der Zuschauer, in den Eingängen der grossen Elektro- oder Modeläden stehen häufig Werber mit Megafonen, das ganze ergibt einen Pegel, der Stress verheisst.
Ich mache mich auf den Weg zu “Tower-Records”, um mich ein bischen über die aktuelle japanische Musik zu informieren. Im Geschäft selber gibt es eine Vitrine mit den Anzügen der Boygroup No.1 “Tokio”, die von den weiblichen Fans fotografiert werden.

Im Eingang des Laden steht eine junge Dame, die in ohrenbetäubender Lautstärke das neue Album der jungen Punkband ”175R” anpreist. Im 5-Minutentakt fährt ein riesiger amerikanischer Monster-Truck mit den gemalten Gesichtern der Band am Laden vorbei. Auf der Videowand des Ladens läuft das Video der Gruppe und als ich später auf den Hauptplatz vor dem Bahnhof zurückkehre scheinen sich auf magische Weise die Videowände der verschiedenen Hochhäuser zu synchronisieren und Werbung für die Gruppe auszustrahlen. Ich bin geplättet: Du meine Güte, ist das eine Promotion! Wer das an diesem Tag nicht mitbekommen hat, hat Wahrnehmungsstörungen der fortgeschrittenen Art. Übrigens musste ich zwei Tage später aus einem anderen Grund wieder nach Shibuya und von der Gruppe war bereits nichts mehr zu sehen. Da waren schon wieder andere dran und die Fans sahen auch schon wieder anders aus.


Shibuya ist neben den grossen Kaufhausern wie Seibu oder oioi nicht nur das Einkaufszentrum, sondern auch eine der Vergnügungsmeilen. Kinos, Theater und Kneipen, für Unterhaltung ist gesorgt und was “Concert Hall” heisst, kann sich in der Realität schonmal als lärmende Patschinko-Halle herausstellen.

Und sieht man überschminkte Schulmädchen mit Louis Vuitton-Taschen, die vermutlich durch den Verkauf ihres Körpers reicher sind als ihre Eltern und die hier herumlaufen und ihre Handynummern an Geschäftsleute verteilen, dann bekommt all diese bunte Welt einen negativen und traurigen Beigeschmack. 

Mittwoch, September 15, 2004

Kiddyland

Wie Ihr aus meinem weblog vielleicht schon entnehmen konntet, bin ich ein Fan von absurden japanischen Stofftieren, wie z.B. Kogepan (Angebranntes Brötchen).
So gibt es, wie jedes Mal, natürlich auch den Plichtbesuch bei Kiddyland - schaut Euch nur das Intro der Website an und Ihr wisst was ich meine.

Kiddyland ist ein Kaufhaus nur für grosse und kleine Kinder - mehrere Etagen voll.
Diesmal war ich ein wenig enttäuscht. Wo ist die Absurdität von Kogepan oder Afrodog geblieben? Wo sind meine Lieblinge?
Na gut, es gibt ein paar neue schon ziemlich merkwürdige Gestalten, wie die Rettichfiguren:

Oder man beachte oben rechts den viereckigen Teddy auf dem schon ansich ziemlich merkwürdigen Haus.

Aber sonst hat sich voll der Mainstream durchgesetzt. Hello Kitty, Disney und ähnliche Riesen scheinen alles zu beherrschen.


Ganz lustig war allerdings noch Hello Kitty als Rotkäppchen. Ausnahme der “Big Player” ist für mich weiterhin Totoro und der Katzenbus, die sich auch auf breiter Front durchgesetzt haben und sogar eigene Merchandising-Läden in der Stadt ernähren, aber sie haben wenigstens Character.

Sehr seltsam fand ich diesen Zeitgenossen namens Zigoro, irgentwie nicht so süss, eher beängstigend.

Den habe ich sogar als Radio gefunden, mmmh, merkwürdig.

Auch eher merkwürdig sind folgende sprechenden Schubladen in Tierform, die es in verschiedenen Grössen gibt und deren Klappen sich während des Singens oder Sprechens rhythmisch öffnen und schliessen.

Geht`s noch? Na dann noch diese überaus herzige Püppchenkappelle, von denen man gleich mehrere kaufen muss, damit es richtig Sinn macht.

Aber was ist denn nun mit Kogepan? Schlurz - er ist vollkommen out ! Im ersten Untergeschoss bei “Mädchenartikeln” fristet er mit seinen Freunden Tarepanda und Afrodog ein Aussenseiterdasein! Und auch die nachfolgende Serie mit 2 Kätzchen, die zwischen Hamburger-Brötchen liegen, oder in die Pommes-Tüte springen verheisst nicht mehr Gutes. Nichts bleibt, wie es war.....

Ein Highlight bleibt doch noch zum Abschluss. “Onzenkumachan” ist sein Name und er ist nichts weiter als das “Heisse-Quelle-Bärchen”. Baden und Wohlfühlen. Auch die Wellness-Welle schwappt in die Stofftierwelt.

Gekauft habe ich dann aber doch nur ein Feuerzeug in Schweineform, dass zwei Flammen aus beiden Nasenlöchern stösst. Ein schönes Geschenk für einen rauchenden Freund.

Montag, September 13, 2004

Chinatown

In der Nähe des Hafens liegt Yokohamas Chinatown, ein buntes Viertel mit Restaurants und Andenkenläden.

Man betritt es ähnlich wie in manchen anderen Chinatowns, z.B. wie in London oder San Francisco, durch grosse traditionell chinesische Tore. Dahinter beginnt dann das bunte Treiben und die Architektur ist hier teilweise luxuriös.

K. hatte im Internet den Tipp gelesen nach einem gelben Schild in einer Seitenstrasse Ausschau zu halten, um das Restaurant “San Ton” zu finden - soll ein Geheimtipp sein.
Richtig, wir finden auch das Schild und auch den Laden. Kitschiger Kram steht vor der Tür und ein älterer Chinese sitzt mittendrin. Er ist auf seltsame Weise schlecht rasiert - einzelne lange Haare schmücken seine Wangen, ansonsten ist seine Haut glatt. Er geht hinein, um nach einem freien Tisch zu fragen, aber es ist nichts frei und wir müssen erst einmal im Kitsch draussen platznehmen.
Wenig später bekommen wir dann doch einen Platz zugewiesen und wir finden uns in einer Spelunke wieder, die man irgentwo in einer chinesischen Hafenstadt vermutet, aber nicht in Japan.
Bier gibts vom Fass und wir genehmigen uns erst einmal 2 Halbe.
Der Geheimtipp besagte nun, dass es in dem Laden eine Spezialsosse gäbe und die ist wirklich nicht zu übersehen, denn grosse offene Töpfe mit jener Sosse stehen auf jedem Tisch. Dazu bestellen wir uns “Gyoza” - gefüllte Teigtaschen, wahlweise mit Schweinefleich oder Krabben. Die Sosse ist wirklich einmalig, eine Mischung aus verschiedensten Geschmackssensationen inklusive Kokosnuss, die ich nun nicht gerade in der chinesischen Küche kenne.
Nach weiteren Bierchen und der Fortführung des Festschmauses kommt der alte Herr von draussen herein, nimmt sich ein chinesisches Saiteninstrument und spielt gleichzeitig mit der dröhnenden chinesischen Popmusik am Nebentisch völlig unbeeindruckt traurige Weisen. Als wäre man in ein echtes Abenteuer hineingeraten, fehlt eigentlich nur noch ein Geheimagent (warum eigentlich?) - war wohl doch ein Bier zuviel.

About

Willkommen auf Pyrolators Weblog


Links

Pyrolator
lauscht Musik
Pyrolators Tenori-On blog
Pyrolators MySpace

atatak
fehlfarben
bildblog
Stefan Niggemeier
fxxkthemainframe [blog]
lucy [blog]
Lisa [blog]
Midori [blog]
Toastbrot [blog]
argh [blog]
tanith [blog]
Zauberhaft [blog]
Rahvin [blog]
Ronsens[blog]
tristesse deluxe[blog]
schockwellenreiter[blog]
lawblog [blog]
Ivy [blog]
Ahoi Polloi [blog]
Mundgeblasen [blog]
dingsprozessor [blog]
miss palenke [blog]
chitime [blog]
re:sync [blog]
whistleblog [blog]
Sixtus [blog]
Der elektrische Reporter
Don Dahlmann
Spreeblick
Wirres.net [blog]
Indiepedia
ohgizmo
The Cool Hunter









WEBCounter by GOWEB
WEBCounter by GOWEB

Statistik

kostenloser Counter

  • Page Views: 287553
  • Page rendered in 1.8231 seconds
  • Total Entries: 575
  • Total Comments: 330
  • Total Trackbacks: 1
  • Most Recent Entry: 11/12/2008 01:38 pm
  • Most Recent Comment on: 11/15/2008 04:05 pm
  • Total Members: 179
  • Total Logged in members: 0
  • Total guests: 12
  • Total anonymous users: 0
  • Most Recent Visitor on: 11/20/2008 07:51 pm
  • Most visitors ever: 1286 on 12/21/2006 09:01 am
  • Referrers