Gerade auf Tzadik erschienen ist die neue CD “Afrikan Machinery” von Lukas Ligeti, die ich mitproduziert und gemischt habe. Mit Lukas verbindet mich nicht nur eine langjährige Zusammenarbeit, besonders in West-Afrika, sondern auch unser gemeinsames Projekt “Burkina Electric”.
Nicht deswegen möchte ich diese CD weiterempfehlen. Lukas befindet sich schon seit längerem auf der Suche nach Neuartigem, was mit elektronischen Schlaginstrumenten geschaffen werden kann. Der zunehmende Einsatz von Rhythmen, die am Computer generiert werden hat unsere Hörgewohnheiten immer weiter in Richtung Quantisierung, d.h. absolute Exaktheit verändert. Was Lukas Ligeti hier gelingt, ist etwas zu erschaffen, dass eben niemals von einem Computer generiert werden kann: eine klanglich und rhythmische Unabhängigkeit, die nur einem menschlichen Spieler gelingen kann. Und das ganze auf einem Instrument welches so ganz und gar elektronisch ist, dass Marimba Lumina von Donald Buchla, der ja auch das Lightning II gebaut hat, was ich seit vielen jahren als mein Soloinstrument spiele. Quirlige Polyrhythmen, seltsame Cluster, archaisches und Einflüsse elektronischer Musik der letzten Jahre macht das Ganze zu einem nicht ganz einfachen aber spannenden Hörabenteuer.
Vorerst kann ich nur einen Amazon-Link anbieten, aber ich werde versuchen ein paar Exemplare mit nach Düsseldorf zu bringen und bei atatak mit ins Programm aufzunehmen:
Das City-Sol-Festival war wirklich grossartig: Gute Bands, hervorragendes Bio-Catering, ein schöner Platz direkt am East River in der Lower East Side von New York und trotz zwischenzeitiger Regenfälle ein nettes Publikum, dass bis zum Schluss durchgehalten hat. Dan Deacon konnte zwar nicht auftreten, da er am Flughafen feststellen musste, dass sein Gepäck nach Cincinnati geflogen ist. Aber Ecstatic Sunshine waren auch gross und auch die unbekannteren Gruppen wie die Indie-Band “The Acorn” aus Kanada, oder der Hip Hop Gruppe “Blitz And The Ambassador” haben neben vielen Anderen überzeugt.
Das Setup beim Soundcheck.
Unser begeistertes Publikum.
Leider müssen unsere Aufführungen mit Karole Armitage in Sizilien im Juli auf den Dezember verschoben werden. Das bedeutet nämlich auch, dass wir dann nicht im Amphitheater, sondern im einem geschlossenen Theater auftreten müssen. Dafür verbringe ich eine Woche mehr im hoffentlich ebenso sonnigen Düsseldorf.....
Ich komme einfach nicht mehr dazu dieses Weblog regelmässig zu füttern und freue mich über jeden, der trotzdem noch mitliest. Wenigsten möchte ich noch einmal auf die nächsten Konzerte hinweisen:
Nächste Woche, genau am 28.Juni trete ich mit Burkina Electric bei “City Sol"-Open Air in New York auf. Mit dabei sind auch Ecstatic Sunshine und viele andere. Das Ganze ist eine Veranstaltung eines grossen amerikanischen Solarunternehmens - da spielt man doch gerne.
Im Anschluss daran beginnen die Proben mit der Ballett-Company von Karole Armitage. Eine grosse Ehre für uns, denn sie zählt schon seit ein 80er-Jahren zu den führenden neuen Ballett-Gruppen in den USA. Die Uraufführungen sind dann am 16. und 17.Juli im “Teatro Greco Romano” in Taormina, Sizilien. Schon Goethe beschrieb diesen Platz als einen der schönsten der Erde und vielleicht bekommt ihr ja noch einen Billigflieger und könnt gleich Urlaub dort machen. Gästeliste ist für Leser dieses Blogs Ehrensache. Eine weitere Aufführung dann am 8.August beim Lincoln Center Outdoor-Festival wieder in New York.
Ich möchte Euch gerne zum Konzert ”REMIX Schumann” einladen, dass am 16.Mai um 22 Uhr in der Rotunde der Tonhalle Düsseldorf stattfindet. Mit dabei sind: Michael Scheibenreiter (Phoneheads), Insa Schirmer am Cello und Kai Angermann an der Persussion, und wir werden das Cellokonzert, was davor in der Tonhalle aufgeführt werden wird “durch den Wolf drehen”. Der Eintritt ist im Vorverkauf 10€, an der Abendkasse 12€.
Hier ein paar Eindrücke der Tour.
Nach dem Niedergang der Automobilindustrie sieht Detroit in machen Stadtteilen so aus, wie auf dem folgenden Foto. Aber es scheint wieder aufwärts zu gehen, sodass es ein wildes Gemisch aus gut-in-Ordnung-neu-bezogen, verlassen-verfallen und schon-ewig-bewohnt ergibt.
Am weitesten westlich waren wir in Cedar Rapids, Iowa. Ganz relaxed, da gab es im CSPS, wo wir gespielt haben auch eine Ausstellung, wo folgende Installation zu bewundern war. Eigentlich ganz simpel mit wassergefüllten Plastiktüten, aber sehr schön anzuschauen.
Trotz all der Hunderten und Hunderten von Kilometern haben wir nicht den Spass verloren. Hier spielen Vicky, einer der Tänzer und Wendé, unser Gitarrist Billard, unterstützt werden sie vom anderen Tänzer “As Zoko Zoko”. Es kommt zum entscheidenden Stoss..........
Das ganze war in Yellow Springs, Ohio - eine echte Hippie-Stadt, wie sie von Fahrradtouristen und jungen Freaks gerne besucht und bewohnt wird.
Weiter in das sehr angenehme Chicago. Wenn man aus NY kommt, stellt man sich lauter Fragen wie: “Wie schaffen die das, die Stadt SO sauber zu halten, trotz ihrer Grösse?”, “Warum haben hier alle Strassen keine Schlaglöcher?” und “Warum läuft hier spät am Abend kaum mehr jemand rum?”. Trotz all der schnieken Sauberkeit hier ein leerstehendes Theater im Norden der Stadt.
Touren in den US bedeutet aber auch: Fastfood an den Autobahnen. Hier ein Beispiel für die perfide Werbung einer Fastfood-Kette, auf die Musiker nach den Konzerten in der Nacht nur allzugerne hereinfallen. Yummy.
Aaaah - zurück in New York. Off-Day. Morgen geht es nach South-Carolina. Kann man das glauben? So viele Kilometer?
Hier sind die neuen Live-Termine von Burkina Electric, mit denen ich gerade wieder auf Tour bin, diesmal ohne Workshops ...
Wenn also jemand “in der Gegend” ist, bitte melden, ich sorge dann für einen Eintrag auf der Gästeliste.
2.4. Beachland Ballroom - Cleveland, Ohio
3.4. Arab American National Museum - Dearborn, Michigan (Nähe Detroit)
5.4. CSPS/Legion Arts - Cedar Rapids, Iowa
6.4. Peach’s Grill - Yellow Springs, Ohio
7.4. Ravari Room - Columbus, Ohio
9.4. Old Town School of Music - Chicago, Illinois
14.4. University of South Carolina - Colombia, South Carolina
19.4. The Shrine, Harlem - New York, New York
Jetzt habe ich so lange nicht von mir hören/lesen lassen, da will ich mich doch wenigstens mit einem kleinen Spielchen zurückmelden.
Es ist so etwas wie Pacman für Supermarkt-Kassierer, denn man muss das Männchen mit der Zahlentastatur steuern.
Hier zu finden.