Lukas Ligeti und ich sind in Ougadougou, um ein paar Dinge zu schaffen: Wir wollen in Burkina Faso eine CD und Cassette herausbringen, die wir über das letzte Jahr hinweg mit unserer Gruppe “Burkina Electric” zusammen produziert haben. Zur Promotion sollen nicht nur die zwei Liveauftritte dienen, sondern auch Radio- und Fernsehpromotion. Dazu braucht man ein Video. Als wir ankamen, waren die Tänzer bereits schon etwa 2 Wochen mit einer Choreographie beschäftigt. Eine Tanzprobe:
In Burkina Faso gibt es neben Radio auch 4 Fernsehstationen, davon ein fast reiner Musiksender, der überall läuft, auch in Maquis (Kneipen), und somit eine wichtige Funktion hat Musik zu verbreiten. Aus dem Studium des Senders lernen wir folgendes: Die Sängerin muss mindestes zwei Mal das Kleid wechseln, sonst sieht es nicht teuer genug aus. Es muss eine wie immer geartete Choreographie von mindestes zwei Tänzern geben und der Rest ist ziemlich egal. Gerne genommen sind auch Videoeffekte aus der Computertrickkiste und Bluebox. Ich bin zuversichtlich, wir haben vier Tänzer und einen äusserst talentierten Schneider, dessen Kostüme sehr modern wirken. Der Dreh ist morgen, ich bin gespannt.
Ach so, nachzuholen ist das Essen von heute, Couscous mit Sauce, sehr lecker:
Posted by pyrolator at 09:19 PM.
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Dann will ich mal loslegen meine Eindrücke der Reise zu schildern. Wer gar nichts mit Burkina Faso anfangen kann: Ein westafrikanisches Land, etwa so gross wie Deutschland. Klima: Zwischen Wüstensteppe und Savanne, heiss und eher trocken, im Süden dann feuchter und tropischer. Ein fast roter Sandboden prägt nicht nur die Farbgebung des Landes, sondern setzt sich gerne überall ab, in die Schuhe, auf die Haut, in die Wohnungen und Häuser. Jeden Tag sah es unter der Dusche leicht rötlich aus, was von der Haut abperlte.
Die Hauptstadt Ouagadougou ist eine Millionenstadt mit mehrstöckigen Häusern in der zentralen Innenstadt und gepflasterten Hauptstraßen, alle anderen Strassen sind Staubpisten, die neben Moped und Verkehr mit heruntergekommen Autos zum Staub- und Partikelpegel in der Stadt beitragen. Die Hitze bringt es mit sich, dass alles ziemlich gelassen und “afrikanisch” zugeht. Hier meine Ankunft auf dem internationalen Flughafen der Stadt:
Direkt auf dem Weg zum Haus unserer Sängerin gab es schon die erste Autopanne - es sollte nicht die letzte bleiben. Hier versagte einfach nur die Autobatterie, deren Ladestand mit diesem eindrucksvollen technischen Instrument gemessen wurde:
Dann gab es erst einmal etwas zu Essen. Es bedarf an dieser Stelle der Erklärung, dass es fast täglich Stromausfälle in der Stadt gibt, es ist also an so etwas wie eine geschlossene Kühlkette nicht zu denken, bedeutet: Kaum Milchprodukte, wie Butter. Es gibt viele verschiedene Gerichte, von denen ich bestimmt noch einige erwähnen werde, deren Darreichungsform ist häufig gleich: Sättigungsbeilage mit Sauce. Hier das Essen des ersten Abends, To (Gestampftes Maismehl) mit Sauce mit spinatähnlichem Gemüse - eigentlich ganz lecker:
Zum Schluss noch Musik. Passt auch gut zum derzeitigen Klima in Deutschland. Ich habe viel Musik aus dem Radio aufgenommen, und auch Live - mit den Jahren habe ich die westafrikanische Popmusik, aber auch die traditionelle Musik liebgewonnen - wenn Ihr Interesse habt, stelle ich auch gerne mal Podcasts her. Aber jetzt erstmal der grosse Hit des Landes, der aus allen Radios und Fernsehen herausdudelt:
Bezou - Burkina Faso (MP3 4.4mb)
Posted by pyrolator at 11:16 PM.
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Wer meine nächsten Liveauftritte erleben möchte, sollte jetzt schon einmal buchen: Ich spiele am 4.Mai mit Burkina Electric auf dem Festival Jazz a Ouaga, Centre Culturel Francais Georges Melis, Ouagadougou, Burkina Faso, am 5.Mai im Centre Culturel Francais Henri Matisse, Bobo-Dioulasso, Burkina Faso.
Die Impfungen sind gemacht, Malaria Prophylaxe angeleiert - jetzt nur noch Koffer packen und ab gehts nach West-Afrika.
ähem, sehe gerade Wetter-Online, könnte sonnig werden......
Foto: Werner Puntigam
Burkina Electric: Mai Lingani - vocals, Wende K. Blass - guitar, Lukas Ligeti - drums & electronics, Pyrolator - electronics & visuals, As - dance, Levy - dance.
Posted by pyrolator at 04:49 PM.
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Eine Oper, wo man in der Pause neben Weißwein und Sekt auch gerne einen irischen Whiskey mit Ginger Ale trinkt, wo Kartoffelchips zum Getränk ein Standard sind - richtig, wir können wohl nur im Covent Garden in London sein.
Die wohl letzte Vorstellung von Sylvie Guillem mit dem Royal Ballett. Die wohl grösste lebende Ballerina im Zenith ihres Schaffens. Die Zuschauer benehmen sich anschließend wie nach einem Popkonzert, kreischen und trampeln und die Bühne wird zu einem Blumenmeer vor lauter Sträussen, die geworfen werden. Ich bin glücklich, dass ich das sehen und erleben konnte.
Posted by pyrolator at 06:10 PM.
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Wie Ihr schon bemerkt habt, gehts mit dem bloggen gerade mal nicht so gut - ich bin einfach zuviel unterwechs.
Dafür aber ein Rätsel: Wer wohnt in dem Haus und in welcher Stadt Deutschlands halte ich mich gerade auf? Na vielleicht ist das jetzt zu einfach, aber ich sag mal: Der Gewinner, d.h. der erste, der sich mit der richtigen Antwort meldet, bekommt eine CD von mir zugeschickt.
Ausgenommen sind wie immer Mitarbeiter und Menschen, die zwar das Klingelschild nicht kennen, aber wissen, wo ich gerade bin......
Posted by pyrolator at 11:07 AM.
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Lust auf einen Sonntagsausflug ins Grüne?
Dazu eine Einladung zu einem Konzert:
Zur Eröffnung der Ausstellung Bandeiras führe ich mit Michael Fahres am Sonntag, den 19.Juni um 12:00 Uhr das Stück “fram/doors” auf. Ort: Die Galerie Erdrand in Weweler/Belgien.
Posted by pyrolator at 12:11 PM.
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Ich bin als Kind in Straelen am Niederrhein aufgewachsen. Das ist eine klassische Spargelgegend, denn in dieser Gegend gibt es den für den Spargelanbau so wichtigen leicht sandigen Boden. Als Kind wurde ich mit dem Spargelessen doch eher gequält, aber mit zunehmendem Alter wächst die Begeisterung für dieses Gemüse. Insofern gibt es jedes Jahr einen Ausflug in die alte Heimat zum Spargelkauf. Ein gutes Schnäppchen kann man machen, wenn man Samstags in Venlo in der letzten Stunde des Marktes den Spargel vergünstigt kaufen kann, in der Woche kann man etwa 15km nördlich in Arcen sehr guten Spargel kaufen.
Ich fahre seit einigen Jahren zum Spargelhof Kisters nach Walbeck, ich kenne keinen besseren Spargel. Der Hof liegt neben der Steprather Mühle und ist in der Stadt kaum zu verfehlen.
Seit zwei oder drei Jahren ist die Scheune im Hof ausgebaut und man bekommt nach dem Spargeleinkauf auch ein Stück “Oma`s Erdbeertorte” mit Kaffee und kann so die Sonne und die Ruhe geniessen.
Auf Wunsch wird der Spargel auch mit der hauseigenen Schälmaschine geschnitten, was natürlich etwas mehr Schale wegnimmt, als mit der Hand geschält. Wie auch immer: Köstlicher Spargel, nette Menschen, und ein jährliches kleines Heft mit den aktuellen Rezepten gibt es gratis dazu.
Posted by pyrolator at 06:25 PM.
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Wieder mal darf ich Euch zu zwei Live-Konzerten von den Fehlfarben einladen:
19.05.05 Berlin, Postbahnhof
20.05.05 Hameln, Sumpfblüte
Posted by pyrolator at 01:09 PM.
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Unser Auftritt in Berlin ist nun auch geschafft und hat viel Spass gemacht. Danke für alle die am Weihnachtsabend da waren. Ganz lustig war es auch mal wieder ins Publikum zu fotografieren:
Posted by pyrolator at 11:42 AM.
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War mal wieder nichts mit meinem blog die letzten Tage, da ich nach der Popkomm noch das Wochenende drangehangen habe.
Ich war diesmal nicht auf der Messe selber und wenn man den Don liest, hat man auch das Gefühl nichts verpasst zu haben.
Ich war stattdessen auf dem Labelabend von Groenland, auf dem ja im nächsten Jahr meine neue Produktion erscheinen wird. Zuerst gab es das obligatorische Pressefoto:

Dann startete der Abend mit der ehemaligen Sängering der “David Holmes Free Association” - eindrucksvolle Stimme und ein leiser eindringlicher Sound, sehr schön schonmal.
Dann kam Kira und ich war doch überrascht, wie schnell sie sich an die Bühnenluft gewöhnte. Trotz anfänglich grottigem Sound gewann ihre Stimme immer mehr die Oberhand und als dann die Single “Alte Frauen” kam, war sie voll da. Hoffnungsvoll.
Danach starteten Pet voll durch und Andre und seine Frau, die Backstage noch total nervös waren, drehten auf der Bühne richtig auf. Power & Pop.
Für mich der absolute Höhepunkt waren Half Cousin. Ich kann es kaum beschreiben. Mit welcher Selbstverständlichkeit die vier auf der Bühne ihren Sound zelebrierten, das war nicht nur musikalische Extraklasse, sondern sie bewegten mich dazu wie ein kreischender Teenager vor der Bühne rumzuschreien.
Ein Keyboard fällt vom Hocker, egal der Sänger sagt an: “Ich glaube das nächste Stück spielen wir ohne Keyboard”. Die Gitarre ist nicht einsatzbereit, dann eben nicht, dann grovven Bass und Schlagzeug mal eben locker für 2 Minuten rum. Jetzt weiss ich, warum Half Cousin Londons Kritikerlieblinge geworden sind und die CD als einer der besten in diesem Jahr gilt. Der Band ist jeder Erfolg zu gönnen - hätten sie mir ein Demo geschickt, ich hätte sie auch sofort gesigned.
Als Zugabe gab der umjubelte Roedelius noch Klaviermusik seines Projektes Lunz zum Besten und der laute Club verwandelt sich in andächtig lauschende Zuhörer. Krönender Abschluss.
Posted by pyrolator at 01:55 PM.
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